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Kupfcroxyd.
hoch, in ein offenes Gefäfs hineingiefst, die ausgegosseneFlüssigkeit blau wird, ehe sie in das Gefäfs herunter-kommt. Legt man in die blau gewordene Flüssigkeitein Kupferblech hinein und verstopft das Gefäfs, so ver-liert die Flüssigkeit nach einiger Zeit ihre Farbe wiederdadurch, dafs das Oxyd des Kupfers zum Oxydul wiederhergestellt wird; und dieses kann wechselsweise wieder-holt werden, so lange das Ammoniak nicht gesättigt ist.Das Kupferoxydul kann mit Glasflüssen zu rubinrothemGlase zusammengeschmolzen werden, wobei es jedochschwer ist, seine Oxydirung zu verhindern, welche demGlase eine grüne Farbe giebt. In Glasflüssen erkenntman vor dem Löthrohr die Gegenwart des Kupfers, wenndessen Farbe auch gar nicht erkennbar ist, dadurch, dafsman auf den vor dem Löthrohr geschmolzenen Flufs einwenig Zinn legt, welches in einem Augenblicke das Ku-pferoxyd zum Oxydul reducirt, wovon die Perle beimErkalten roth wird. War der Kupfergehalt gering, sowird sie durchsichtig; aber von einem gröfseren Gehaltewird sie undurchsichtig. Die Einmischung fremder Me-talle macht die Farbe öfters dunkel, beinahe schwarz.Das Oxydul besteht aus 88,7S Th. Kupfer und 11,22 Th.Sauerstoff, oder 100 Th. Kupfer nehmen 12,636 Th.Sauerstoff auf.
b) Das Oxyd erhält man, sowohl wenn Kupferbeim freien Zutritt von Sauerstoff verbrannt, als wennsalpetersaures oder kohlensaures Kupferoxyd durch Glü-hen zersetzt wird. Im ersten Fall ist es bedeutend dich-ter und schwerer, als im letzteren, und hat 6,4 eigenth.Gewicht. Es ist kohlschwarz und behält seine Schwärzeim feinsten Pulver. Bei einer sehr hohen Temperaturschmilzt es und wird im Bruch krystallinisch. Bei derWeifsglühhitze erweicht es und sintert zusammen. Aufder Kohle vor dem Löthrohr schmilzt es leicht im Oxy-dationsfeuer, aber es wird in der Reductionsflamme miteiner kleinen Verpuffung reducirt und giebt ein Kupfer-korn. Es bildet die Basis der gewöhnlichen Kupfersalze.Wird eine Auflösung von Kupfer durch Eintröpfeln in
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