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Kupfer.
schneller und öfters mit einer solchen Gewalt, dafs siegefährliche Gifte sind, die, mit Vorsicht angewandt, un-entbehrliche Arzeneimittel sind. Vergolder und Spiegel-macher verfallen, wenn sie sich den Dämpfen des metal-lischen Quecksilbers lange ausgesetzt haben, bisweilen, nachmehrjähriger Arbeit, in eine eigene, plagende Schwach-heit im Muskelsystem, die von einem beständigen Zitternin jedem dem Willen unterworfenen Muskel begleitet wird,welchem selten geholfen werden kann. Es ist also vonder äufsersten Wichtigkeit, dafs diese Personen sich soviel möglich hüten, das Metall mit blofsen Händen zuberühren, und dafs die Dämpfe desselben aus dem Zim-mer gehörig abgeleitet werden, wozu d’Arcet eineneigenen Ofen erfunden hat, welcher die Dämpfe vollkom-men ableitet, und dabei das abgerauchte Quecksilber wie-der condensirt, so dafs es mit wenig Verlust wieder er-halten werden kann.
7. Kupfer. (Cuprum.)
Das Kupfer gehört zu den allgemeinsten Metallen.Man trifft es tbeils in gediegenem Zustande, und dannzuweilen in cubischen, oder in regelmäfsig octaedrischen,meistens aber in dendritischen Krystallen angeschossen an,theils mit Schwefel verbunden, theils oxydirt und theilsals schwefelsaures, arseniksaures, kohlensaures, phosphor-saures und kieselsaures Kupferoxyd. Diefs Metall wirdgewöhnlich aus seiner Verbindung mit dem Schwefel ge-wonnen. In den reichen Kupfergruben Nordamerika^und Sibiriens kommt das Kupfer oft in grofser Menge ge-diegen vor. Die vornehmste schwedische Kupfergrubeliegt bei Fahlun in der Provinz Dalarna.
Das Kupfer ist seit undenklichen Zeiten bekannt ge-wesen, weit früher als man das Eisen kannte, und esmachte das Hauptmaterial in den Waffen und schneiden-den Werkzeugen der ältesten Völker aus, welche gewöhn-lich aus Kupfer, mit Zinn versetzt, bestanden. Die Grie-chen und die Römer erhielten die gröfste Menge ihres