Druckschrift 
2,1 (1826)
Entstehung
Seite
166
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Der Schwefel verbindet sich dann mit den im Golde be-findlichen fremden Metallen, und das Antimon geht mitmit dem Golde eine Verbindung ein. Die überstehendeSchlacke mufs nicht weggenommen werden, denn sie ent-hält noch Gold; man giefst daher das Gold mit dem An-timon aus, und legt die Schlacke mit einer neuen MengeSchwefelantimon wieder in den Tiegel ein, wobei mehrantimonhaltiges Gold erhalten wird, und die dabei rück-ständige Schlacke kann noch mit 2 Th. Schwefelantimonumgegossen werden. Die gesammelten Könige von Goldund Antimon, werden noch einmal mit 2 Th. Schwefel-antimon umgeschmolzen, und der dabei erhaltene Königwird durch Schmelzung in offenen Gefäfsen zersetzt, wo-bei das Antimon verdampft, welches man durch gelindesAnblasen mit einem Handblasebalge unterstützt, bis dafsdas Gold klar steht, oder es wird auch in einem geräu-migen Tiegel mit 3 mal so viel Salpeter geschmolzen, wo-von das Antimon oxydirt wird und das Gold metallischzurückbleibt. War das zur Reinigung bestimmte Goldweniger als lßkaratig, so mufs man in der ersten Schmel-zung mit Schwefelantimon Schwefel zusetzen.

cj Schmelzung mit Bleioxyd und Schwefel,worauf man Kohlenpulver zusetzt, wodurch man bleihalti-ges Gold erhält, welches coupellirt wird.

d) Man cementirt in dünnen Blättern ausge-walztes Gold mit Mangansuperoxyd bei der Schmelz-hitze des Goldes, wonach die Masse mit dem dreifachenVolumen pulverisirten Glases geschmolzen wird.

Der ökonomische Nutzen des Goldes ist allgemeinbekannt. Es wird aulserdem, seines hohen Preises undseiner schönen Farbe wegen, zu verschiedenen Gegenstän-den des Luxus angewandt. Man hat in den letzterenZeiten versucht, verschiedene Goldpräparate in der Me-dicin gegen syphilitische Krankheiten statt des Quecksil-bers anzuwenden, für welches letztere man, wegen derschädlichen Wirkungen, die ein langer Gebrauch da-von verursacht, schon lange ein Surrogat zu erhalten ge-wünscht hat. Dieser Versuch ist von einer allgemeinen