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Knallgold.
alkalischen Erden bringen ähnliche Erscheinungen wie dieAlkalien hervor. Wenn eine Goldauflösung mit Barytübersättigt wird, so erhält man einen Niederschlag, wel-cher saure, goldsaure Baryterde ist, und die farbloseFlüssigkeit enthält neben Chlorbaryum zugleich goldsaureBaryterde. Dampft man diese ab, so wird die Erde ineine kohlensaure Verbindung verwandelt, und schlägt sichmit dem Goldoxyd als ein violettes Pulver nieder. Vondiesen goldsauren Salzen kennt man jedoch bis jetzt we-nig mehr, als dafs sie existiren. Die einzige dieser Ver-bindungen, die man etwas näher studirt hat, ist gold-saures Ammoniak, gewöhnlich unter dem NamenKnallgold, aurum fuhnmans, bekannt. Man erhältes, wenn eine Auflösung von Goldchlorid mit überschüs-sigem, kaustischem Ammoniak gefällt und damit digerirtwird. Man nimmt es auf’s Filtrum, und wäscht es mitsiedendheifsem Wasser so lange aus, bis das Durchge-hende die Silberauflösung nicht mehr trübt; dann wirdes auf Papier an einem warmen Orte, wo die Wärmeden Siedpunkt des Wassers nicht erreichen kann, getrock-net. Es giebt zwei Arten von Knallgold. Die eine istdunkelgelb, und wird gebildet, wenn die Goldauflösungmit einer geringeren Quantität Ammoniak gefällt wird;es ist eigentlich eine Verbindung von goldsaurem Ammo-niak und einer Quantität Goldchlorid, und es giebt, wennes mit 10- bis 12 mal so viel Kieselmehl gemischt undin einer gläsernen Retorte destillirt wird, Chlorwasser-stoffsäure und Stickstoffgas. Das Gold bleibt als Metallmit der Kieselsäure zurück, die davon ein rothbraunesAnsehen erhält. Dieses Knallgold erfordert eine höhereTemperatur zum Detonniren, und der Knall ist nicht sehrstark. Das Knallgold hingegen, welches durch Kochenmit ammoniakhaltigem, oder am besten mit einem mitKali gemengten Wasser völlig ausgewaschen worden ist,hat eine gelbbraune, zum Purpur sich hinziehende Farbe,und verpufft nach dem Trocknen äufserst leicht mit einemstarken Knall und einer schwachen Flamme. Es verpufftsowohl wenn es etwas über den Kochpunkt des Wassers