Osmium.
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kelung von Wärme geschieht, selbst wenn die Titansäurezuvor geglüht war. Metallisches Titan wird nicht vonFluorwasserstoffsäure aufgelöst, aber wohl von einemGemenge derselben mit Salpetersäure, und auch darinlösen sich die Titankrystalle aus den Eisenschlacken nurbeim Erwärmen auf. Fluortitan bildet nach dem Ab-dampfen in gelinder Wärme eine syrupdicke Masse, inwelcher sich Krystalle bilden. Diese sind Fluortitan undwerden von Wasser in Titanfluorwasserstoffsäure, welchesich auflöst, und in eine unauflösliche Verbindung vonTitansäure mit Fluortitan zersetzt. Fluortitan wird nichtim Glühen zersetzt, wenn es zuvor von Wasser befreitwar. Die Titanfluorwasserstoffsäure giebt mit den Salz-basen eigene Doppelsalze, welche im wasserfreien Zu-stande nicht durch Glühhitze zersetzt werden. Sie sindso zusammengesetzt, dafs sich darin Fluortitan mit einemFluormetall verbindet, welches halb so viel Fluor als dasFluortitan enthält.
Das Titan verbindet sich nur mit wenigen Metallen.Die Legirungen sind noch nicht untersucht.
Man benutzt die Tilansäure, um dem Porzellan ander Oberfläche eine gelbe oder braune Farbe zu geben.
10. Osmium.
Dieses Metall wurde 1803 von Tennant entdeckt.Es kommt im Platinsand vor, theils als ein Bestandtheilder Platinkörner, theils in einigen kleinen Körnern, diesich dem Ansehen nach von diesen wenig unterscheiden,aber die Wollaston an ihren gröfserem Glanz, ihrer völ-ligen Ungeschmeidigkeit und gröfserem eigenthümlichenGewicht, welches bis zu 19,5 geht, da dasjenige der Pla-tinkörner selten über 17,7 reicht, entdeckt hat. DieseKörner bestehen aus einer Verbindung von Iridium mitOsmium. Durch zwei Methoden kann man das Osmiumdaraus erhalten: aj Man mischt entweder die erwähntenKörner, oder den in Königswasser unauflöslichen Theildes Platinerzes, mit Salpeter, und destillirt das Gemenge