Druckschrift 
2,1 (1826)
Entstehung
Seite
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Titansäure.

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tere§ so viel Sauerstoff wie erstere entliält. Mit einer ge-ringen Menge lauen Wassers übergossen, löst sie sich darinnach einer Weile vollkommen auf. Die Auflösung wirddurch Verdünnung gefällt, und wenn sie in sehr verdünntemZustande gekocht wird, so fällt die Titansäure vollkommenheraus, so dafs die Flüssigkeit hierauf nur Schwefelsäureenthält. Schwefelsäure schlägt aus der gesättigten Auflösungdes sauren titansauren Kalis in Chlorwasserstoffsäure eineVerbindung nieder, die, nach Hose, aus 76,33 Titansäure,7,78 Schwefelsäure und 15,39 Th. Wasser besteht. DasWasser enthält 3, und die Titansäure 6 mal so viel Sauerstoffals die Schwefelsäure. Was man vormals als Krystalle vonsalpetersaurem und salzsaurem Titanoxyd angesehen hat,sind nur Kalisalze gewesen. Aus der Auflösung des saurentitansauren Kalis in Chlorwasserstoffsäure schlagen Phos-phorsäure und Arseniksäure weifse, gelatinöse Verbindun-gen mit der Titansäure nieder. Essigsäure und Bernstein-säure fällen dagegen nichts. Oxalsäure und ihre Salzegeben einen weifsen Niederschlag, der nach Rose aus74,42 Th. Titansäure, 10,75 Th. Oxalsäure, und 15,33 Th.Wasser besteht. Das Wasser enthält darin 2, und dieTitansäure 4 mal so viel Sauerstoff als die Oxalsäure.Weinsäure schlägt die Auflösung des sauren titansaurenKalis in Chlorwasserstoffsäure weifs nieder. Der Nieder-schlag ist im Aeufsern dem ähnlich, der durch Oxalsäurehervorgebracht wird; in verschlossenen Gefäfsen geglüht,wird er schwarz und metallischglänzend. Wird frisch ge-fällte Titansäure in Weinsäure oder saurem weinsaurenKali durch Kochen mit Wasser aufgelöst, oder wird Wein-säure zu einer Titan-Auflösung gemischt und die Flüssig-keit dann mit Alkali übersättigt, so wird die Titansäurenicht gefällt, eine Eigenschaft, welche sie mit demEisenoxyd, der Thonerde und Zirkonerde gemein hat;wird dann diese Auflösung mit einem wasserstoffgeschwe-felten Salz eines alkalischen Schwefelmetalles, oder nurmit Schwefelkalium, oder Schwefelammonium vermischt,so wird das Eisen, womit die Titansäure verunreinigt seinkann, als Schwefeleisen gefällt, welches man abfiltrirt,