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Tantal.
zum anfangenden Glühen in Schwefelgas, so entzündet essich und verbrennt zu Schwefeltantal. Heinrich Rose,welcher diesen Körper zuerst darstellte, erhielt ihn dadurch,dafs er Tantalsäure in einer Porzellanröhre bis zum Weifs-glühen erhitzte und Schwefelkohlenstoff darüber leitete.Diese ist auch die beste Methode, um sowohl diese Ver-bindung, als auch Schwefelchrom und Schwefeltitan zu er-halten. Die Operation ist ganz einfach. Die Röhre, worinsich die Tantalsäure befindet, wird in einen passendenOfen gelegt; in das eine Ende derselben wird mittelsteines Korkes eine kleine Retorte angebracht, welche auseinem Stück Barometerröhre gemacht ist, woran man daseine Ende zur Kugel ausgeblasen hat, welche seitwärtsheruntergebogen wird. In dieser Retorte ist der Schwe-felkohlenstoff enthalten, und wenn die Röhre so in denOfen eingelegt ist, dafs die Kugel der Retorte 4 bis 5 Zollweit von der Ofenwand entfernt ist, so strahlt diese wäh-rend der Operation Hitze genug aus, um den Schwefel-kohlenstoff langsam und gleichförmig in Gas zu verwan-deln. In dem anderen Ende der Porzellanröhre befindetsich eine in Wasser eintauchende Glasröhre. Im Ver-laufe der Operation wird der Schwefelkohlenstoff auf dieWeise zersetzt, dafs sich der Kohlenstoff zu Kohlenoxyd-gas oxydirt, und der Schwefel zum Theil frei wird undzum Theil sich mit dem Metalle verbindet; zugleich gehtaber viel Schwefelkohlenstoff unzersetzt über. Dafs alleeingelegte Tantalsäure in Schwefeltantal verwandelt sei,erkennt man daran, wenn das durch die Röhre in dasWasser gehende Gas wieder zu Schwefelkohlenstoff con-densirt wird. Man nimmt dann diese Röhre heraus undverschliefst die Porzellanröhre mit einem Korkstöpsel, wor-auf man die Kohlen aus dem Ofen nimmt und den Ap-parat erkalten läfst. Das Schvvefeltantal bildet eine kör-nige, pulverförmige, graue, metallglänzende Masse, vonkrystallisirtem Ansehen. Es hat grofse Aehnlichkeit mitPulver von Graphit. Durch Druck kann es zu einer zu-sammenhängenden Masse zusammengebracht werden, wel-che noch stärkeren Glanz hat. Es fühlt sich weich an.