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2,1 (1826)
Entstehung
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103
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Scliwefelantimon.

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Kohlensaures Kali schmilzt mit Schwefelantimon inallen Verhältnissen zusammen, und giebt, wenn letzteres ingrofsem Ueberschufs vorhanden ist, eine graue, starkglän-zende, im Bruch ebene Metallmasse, die von Wasser nichtaufgelöst wird, und die ein rolhbraunes Pulver giebt. Sieist als eine Zusammenschmelzung von Schwefelkalium mitSchwefelantimon, oder als ein in Schwefelantimon aufgelös-tes Doppelsul phureturn von Kalium und Antimon anzusehen.

Legt man ein Stück Kalihydrat auf ein kleines StückSchwefelantimon und feuchtet beide mit Wasser an, soverbinden sie sich nach einer Weile mit Entwickelungvon Wärme, und das Schwefelantimon wird durch seineganze Masse gelb, oder, wenn es Blei enthielt, gelb-braun. Wird mehr Wasser zugesetzt, so löst sich eineVerbindung von Schwefelantimon mit Schwefelkalium auf,und 49 Theile vom Gewicht des angewandten Antimonsbleiben in der Form eines hellgelben Pulvers zurück, wel-ches von den älteren Chemikern Crocus antimonii ge-nannt wurde. Das sich dabei Auflösende wird beim Er-kalten oder durch Verdünnung nicht niedergeschlagen,wenn es überschüssiges Alkali enthält; aber Säuren schla-gen es mit der vorher erwähnten Erscheinung nieder.Das Unaufgelöste ist ein Gemenge von zwei Stoffen, näm-lich von einer Verbindung von Antimonoxyd mit Kali,und von einer Verbindung von Antimonoxyd mit Schwe-felantimon. Wird dieses Gemenge in verschlossenen Ge-fäßen erhitzt, so schmilzt es zum klaren gelblichen Glase.Es löst sich allmählich ganz auf, wenn man es mit ver-dünnter, kaustischer Lauge behandelt; aber in Digestionmit einer stärkeren Lauge wird es nicht verändert. Chlor-wasserstoffsäure, die mit so viel Wasser verdünnt ist, dafssie Schwefelantimon nicht auflöst, löst die Verbindungdes Antimonoxyds mit Kali auf, und zieht einen Theildes Oxyds aus der Verbindung mit dem Schwefelantimon,oder aus dem Crocus, dessen Farbe jedoch nicht davonverändert wird. Aber wenn man sie darauf mit wasser-stoffgeschwefeltem Schwefelammonium übergiefst, so ver-wandelt sie sich wieder gänzlich in Scliwefelantimon undnimmt dessen braunrothe Farbe an. Mit concentrirter