Chrom säure.
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Zersetzung des Fluorchroms in der Luft gebildeten Kry-stalle zerfliefsen nach einer halben Stunde oder später zueiner Flüssigkeit. Sammelt man sie vor dem Zerfliefsenauf und erhitzt sie schnell auf einem Platinblech, soschmelzen sie und zersetzen sich darauf mit einer augen-blicklichen, lebhaften Feuererscheinung, wobei sich Sauer-stoffgas entwickelt und Chromoxydul zurückbleibt. DieseZersetzung hat Aehnlichkeit mit der der chlorichten Säureund des Chloroxyds, bei welchen der Sauerstoff mitFeuererscheinung entbunden wird; aber i;t gegenwärtigemFalle sieht man, dafs die Abscheidung des Sauerstoffsnicht die Ursache der Erscheinung, sondern nur ihr Be-gleiter ist, weil die Feuererscheinung auch mit dem Chrom-oxydu] eintrifft, wenn es in seinen schwerauflöslichenZustand übergeht. Die einmal in Wasser aufgelöste unddann eingetrocknete Säure zeigt nicht diese Feuererschei-nung, und ihre Zersetzung geht nicht so schnell vor sich.Sie erhält sich im Anfänge der Zersetzung weich, und esentwickelt sich ein rother Piauch davon, welcher indefsnichts anderes als, durch das Sauerstoffgas mechanisch mitfortgerissene, Säure zu sein scheint. Wird der Versuch ineiner Glasretorte angestellt, so bemerkt man zugleich dieEntwickelung einer Spur Feuchtigkeit, welche aber zu ge-ringe ist; als dafs sie der Wassergehalt einer wasserhalti-gen Säure sein könnte. Unverdorben giebt an, dafs wennKrystalle von Chromsäure in Ammoniakgas gebracht werden,die Säure sich mit Feuererscheinung zersetze und grünesOxydul hinterlasse. Diese Entzündung wird wahrschein-lich durch die Wärme hervorgerufen , welche durch dieVerbindung mit dem Alkali entsteht, und ist dann vonderselben Art mit derjenigen, welche durch Hitze, ohneMitwirkung des Ammoniaks, entsteht.
Die Chromsäure ist in Alkohol auflöslich. Die Auf-lösung wird sowohl durch das Licht als durch die Wärmezersetzt. Es entwickelt sich Sauerstoff- Aether, und Oxy-dulhydrat wird als ein körniges, grünlich-graues Pulvergefällt. Die filtrirte Flüssigkeit ist schwach gelb und wirdnicht durch Ammoniak gefällt. Auf flachen Gefäfsen der
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