Druckschrift 
2,1 (1826)
Entstehung
Seite
24
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Filtrum getrocknet hatte, dieses von der Einwirkung derChlorwasserstoffsaure ganz mürbe wurde.

Bei einem Versuche, das Chlorselen ganz mit Selenzu sättigen, bis dafs es in der Wärme nichts mehr auf-löste, fand ich, dafs es noch 3mal so viel Selen aufzu-nehmen fähig ist, als es vorher enthält.

Selenkolilenstoff,

Ich habe nicht zu untersuchen Gelegenheit gehabt, obSelen und Kohlenstoff mit einander verbunden werdenkönnen; aber aus einigen Erscheinungen, die sich zeigten,wenn eine Verbindung von Selen mit Cyankalium mitverdünnter Chlorwasserstoffsäure behandelt wird, bin ichveranlafst zu glauben, dafs eine solche Verbindung wirk-lich statt findet, in welchem Fall sie mit dem Schwefel-kohlenstoff analog sein dürfte.

Sei enmetalle.

Selen verbindet sich als elektronegativer Körper mitden Metallen, die gegen dasselbe elektropositiv sind, wo-bei es mit den meisten eine ähnliche Feuererscheinung wieder Schwefel hervorbringt, obgleich sie an Intensität etwasschwächer ist. Dafs nicht immer Feuer entsteht, rührtbei dem Selen, eben so wie bei dem Schwefel, davonher, dafs mehrere Metalle, und öfters diejenigen, welchedie stärkste Feuererscheinung hervorbringen müfsten, eineso hohe Temperatur zur Verbindung erfordern, dafs dasSelen abdestillirt, ehe das Gemenge die Hitze erhaltenhat, welche nöthig ist, wenn die Verbindung in eineinoder einigen wenigen Augenblicken vor sich gehen soll.Dieses ist z. B. mit Eisen und Zink der Fall.

Selenmetalle haben beinahe dieselben äufseren Kenn-zeichen , wie die Schwefelmetalle. Die meisten derselbenhaben ein metallisches Ansehen, schmelzen leichter als dieMetalle selbst, und wenn sie in offenem Feuer stark er-hitzt werden, verbrennt Selen nur langsam mit schwacherazurblauer Flamme und Rettiggeruch. Es ist schwerer,