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Selen.
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Die Selenwasserstoffsäure verbindet sich mit denjeni-gen Selenmetallen, welche mit den Radihalen der Alka-lien und alkalischen Erden erhallen werden. Wir nen-nen diese Klasse von Salzen Selensalze* *), und, analogmit den verschiedenen Benennungen eines jeden einzelnenSalzes bei den entsprechenden Schwefelsalzen, sagen wirwasserstoffgeselentes Selenkaliuin, Selenammonium u. s. w.Die Auflösung eines Selensalzes in Wasser ist farblos; sierölhet sich aber an der Luft, weil der Wasserstoff in derSelenwasserstoffsäure vernichtet und ein Selenmetall mitdoppeltem Selengehalt gebildet wird, durchaus so, wiees bei den Schwefelsalzen der Fall ist.
Das Selenwasserstoffgas bestehet in 100 Theilen aus97)56 Theilen Selen und 2,44 Theilen Wasserstoff.
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Selen kann in allen Verhältnissen mit Schwefel ver-bunden werden. Ein geringer Zusatz von Schwefel, z. ß.1 Procent, macht es leichtflüssiger, röther von Farbe und
scher Geruch sich um ihn verbreitete, trug ich den Apparat un-ter den Rauchfang im Laboratorium. Ich fühlte darauf einschwaches Stechen unter der Nase, erhielt rothe Augen und einengelinden Schnupfen, aber in unbedeutendem Grade. Es stelltesich dagegen nach einer halben Stunde ein sehr peinlicher, trok-kener Husten ein, der von Zeit zu Zeit wiederkam. Diesesdauerte mehrere Tage mit einem geringen Aufhusten, wobei derschleimige Stoff ganz so schmeckte, wie eine kochende Auflö-sung von Sublimat riecht. Diese Symptome wurden aber durchein über die Brust gelegtes Zugpflaster vertrieben. Ich glaubeinzwischen versichern zu können , dafs die Quantität Selen, wel-che bei diesen beiden Gelegenheiten auf meine Respirationsorganewirkte, kleiner gewesen war, als es von irgend einem anderenschädlichen Körper erfordert wird, um merkliche Wirkungenhervorzubringen.
*) Ich erinnere hierbei an den schon bei den Metallen im Allge-meinen angeführten Unterschied zwischen selensauren Salzen undSelensalzen, zwischen z. B. Telluroxydsalzen, tellursauren Sal-zen und Tellursalzen. In den ersteren ist Telluroxyd Basis, inden zweiten ist Tellur das Radikal der Säure (d. h. des elektro-negativen Bestandteiles im Salze), und in der dritten Art vonSalzen spielt Tellur dieselbe Rolle, wie der Sauerstoff in denSauerstoffsalzen.
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