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4,2 (1831) Chemische Operationen und Geräthschaften, nebst Erklärung chemischer Kunstwörter in alphabetischer Ordnung
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Tiegel.

Ring bleibt und von dem Tiegel ausgefiillt werden soll,auf allen Seiten gleichförmig. Bei der Verfertigung einesTiegels wird sowohl die Innenseite des Ringes, als auchder Stempel mit etwas Baumöl bestrichen, dann ein, zueinem Tiegel hinreichendes Stück gekneteten Thons in denRing gelegt, darauf der Stempel, unter gelindem Umdre-hen, eingedrückt, so dafs der Stift in das Loch fg trifft,und zuletzt so weit eingeschoben, dafs der Stempel gänz-lich auf den Falz hi im oberen Ende des Ringes zu lie-gen kommt. Der überschüssig eingebrachte Thon wirddabei zwischen dem Stempel und dem Falz herausgeprefstund wird abgenommen. Alsdann wird der Stempel, un-ter gelindem Umdrehen um seine Achse, herausgezogen,der Ring von dem Holzstück abgenommen und der Tie-gel mittelst eines, genau in die untere Ring-Oeffnung pas-senden hölzernen Cylinders hinausgeschoben. Das Loch,welches nun der Tiegel im Boden hat, wird so verschlos-sen, dafs man einen kleinen, zwischen den Fingern ge 7rollten, hineinpassenden Cylinder von feuchtem Thon,nachdem man ihn in Wasser getaucht hat, hineinschiebt.Was von diesem Cylinder inwendig und auswendig vor-steht, wird mit einem nassen Finger platt gedrückt, sowie auch mit einem in Wasser getauchten Finger dieOberfläche des Tiegels geglättet wird. Man läfst ihn nuntrocknen, zuerst ungefähr 48 Stunden lang bei der Luft-temperatur, d. h. bei -J-15 0 bis 20°, alsdann auf einemwarmen Stubenofen und zuletzt auf einer langsam erwärm-ten Sandcapelle. Man hat nicht nöthig, diese Tiegel vordem Gebrauche zu brennen. Die Deckel dazu macht manaus Kohlenscheiben, die man schneidet und feilt, bis siegenau passen, worauf man sie auswendig mit nasser Tie-gelmasse überstreicht und auflegt; der Thonbeschlag ver-hindert, dafs sie verbrennen. Diese Tiegel halten unge-fähr dieselbe Hitze wie Platin aus, ohne zu schmelzen,und stehen sehr gut in der gröfsten Hitze der Zug- undGebläse-Oefen, selbst bei Anwendung von Coaks.

Thontiegel werden jetzt im Ganzen wenig im Labo-ratorium des theoretischen Chemikers gebraucht, und sind