Druckschrift 
4,2 (1831) Chemische Operationen und Geräthschaften, nebst Erklärung chemischer Kunstwörter in alphabetischer Ordnung
Entstehung
Seite
995
Einzelbild herunterladen
 

Quecfcsilhcrapparat. 995

dem schmaleren Ende hat dieses Stück eine Aushöhlung,bei G im Durchschnitt zu sehen, und in F durch Punkteangedeutet; von dieser Aushöhlung geht durch das Eisenhindurch eine kleine Oeffnung. Diese Einrichtung dientzum Einsetzen des Endes der Gasleitungsröhre. Doch istsie auch entbehrlich, wenn man den Rand der Glockeetwas über das schmalere Ende von F schiebt, wo danndie Röhre durch den Quecksilberdruck gegen den Randder Glocke festgehalten wird. Diese Wanne mufs mitvier Eüfsen von Holz oder Messing versehen sein, dieeingeschraubt sind und sich durch Schrauben verlängernoder verkürzen lassen, so dafs die Wanne, selbst aufeiner schiefen Unterlage, sicher und unbeweglich stehenkann, und kein Quecksilber durch Schwanken verlorengeht. Zur Verhinderung des Röstens ist es gut, die Wannemit einem schwarzen Firnisse zu überziehen. Taf. VI.Fig. 8. H stellt die Wanne mit Füfsen im Profil dar. Reiihrem Gebrauche darf man sie nicht unmittelbar auf einenTisch setzen, sondern sie mufs stets in einem, mit einemniedrigen Rande versehenen, hölzernen Kasten stehen, wel-cher zur Aufnahme des bei den Versuchen verschüttetenQuecksilbers dient; und aus eigener Erfahrung weifs ich,dafs es nicht ohne Nutzen ist, wenn auch der Tisch, wor-auf der ganze Apparat steht, rund herum mit einer vor-ragenden, niedrigen Leiste umgeben ist. — Eine Queck-silberwanne der Art erfordert nicht mehr als 25 PfundQuecksilber, wenn die Gasversuche nur in einem solchenMaafsstabe angestellt werden, dafs jedes einzelne Glasge-fäfs nur 10 bis 12 Kubikzoll zu fassen braucht. Für Gas-mengen von 25 Kubikzoll braucht man 50 Pfund, und innoch größerem Maafsstabe wird man selten zu arbeitenhaben, abgesehen von den Schwierigkeiten, welche sichwegen des Drucks, den das Glas alsdann zu erleiden hätte,entgegenstellen würden.

Die beste Quecksilberwanne indessen ist diejenige,deren sich die französischen Chemiker bedienen. Sie istaus Kalkstein gemacht und erfordert zwar, bei den anzu-gebenden Dimensionen, 125 Pfund Quecksilber zur rich-

64 *