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4,2 (1831) Chemische Operationen und Geräthschaften, nebst Erklärung chemischer Kunstwörter in alphabetischer Ordnung
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Pfropfen. 987

hörige Form zu Stande bringt. Zum Korkschneiden wen-det man eigne Messer an, mit dünner und breiter Klinge,ähnlich einem Schuhmachermesser. Man scbärl't sie aul'einem trocknen Schleifstein aus Sandstein, wodurch dieSchneide weniger fein und mehr sägeartig wird; dessenungeachtet schneiden sie sehr gut, und ihre Schneide hältbesser. Zur Erleichterung des Schneidens pflegt man dieKlinge dabei zuweilen in Talg zu stecken. Um den Kor-ken die zum richtigen Schlieisen erforderliche Weichheitzu geben, müssen sie von allen Seiten gelinde geprelstwerden, wozu die Fig. 1. Taf. VI. vorgestellte, ganz ein-fache Vorrichtung dient. Der untere Theil ab wird aufeinem Tisch oder Block befestigt. Der obere Theil cd istvermittelst eines Scharnirs mit ersterem verbunden und hatbei c eine Handhabe. Beide Theile haben entsprechendeAusschnitte eee von verschiedener Gröfse. In diese wer-den die Korke gehalten und durch Herabdrücken von cdzusammengeprefst; zwischen jedem einzelnen Druck wen-det man den Kork etwas. — Sehr oft hat man nöthig,Glasröhren durch Korke zu führen; die Oeffnungen dazumacht man auf zweierlei Weise, entweder durch Einbren-nen oder durch Feilen; beides geht gut, indessen zieheich das Feilen vor, theils weil durch das Einbrennender Kork erhitzt wird und aufquillt, und theils weil dieKorkmasse um die Oeffnung herum so zerstört wird, dalswenn man zwei Oeffnungen neben einander braucht, dieZwischenwand zwischen beiden gewöhnlich undicht wird.Zum Ausfeilen von Oeffnungen in Korken braucht manrunde Feilen und Raspeln von verschiedenem Durchmes-ser, von der Dicke eines starken Stahldraths, bis zu | Zoll.Die Feilen dürfen nicht zu fein gehauen sein, weil siesonst den Kork nicht stark genug angreifen, und Raspelnsind daher vorzuziehen. Haben sich die Feilen beim Ge-brauche mit Korkfeile und Schmutz gefüllt und sind siedadurch stumpf geworden, so entfernt man diese durchMaceration in lauer Lauge von Kalk und Asche. Eineam Ende abgebrochene runde Feile oder Raspel wird da-durch wieder brauchbar, dals man eine Spitze anschleift.