Lülhrohr.
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weil es sich sonst wirft und faltig wird. Man kann ihrdann die Form von kleinen Schälchen (Kapellen) geben,wenn man runde Scheiben ausschneidet, die darauf ineiner passenden Vertiefung mit einem entsprechendenStempel, beide aus hartem Holze gedrechselt, geprefstwerden. — Diese Thonscheiben halten die Wirkung desBorax aus, und werden nicht vom Bleioxyd aufgelöst.Sie müssen vor dem Blasen in der Flamme einer Spiritus-lampe erhitzt werden, um die hygroscopische Feuchtigkeitzu verjagen. Sie werden am besten mit der Hand gehal-ten; kleine Stückchen, so wie die Kapellen, werden aufKohle gelegt.
Glasröhren. In solchen Fällen, wo die Probe ge-röstet wird, um die Stoffe kennen zu lernen, die dabeientwickelt werden, bediene ich mich einer Glasröhre vonwenigstens 3 Zoll Länge und einer Linie im Durchmes-ser, die an beiden Seiten offen ist. Die Probe wird hin-eingelegt nahe dem einen Ende, worauf die Röhre mitdiesem Ende niedrig gehalten wird. Je nachdem manmehr oder weniger Wärme gebraucht, wird die Stelle,wo die Probe liegt, entweder mit einer Spirituslampe er-hitzt, oder durch Blasen mit der Löthrohrflamme; undje nachdem der Luftzug sein soll, neigt man die Röhremehr oder weniger. Die Körper, welche durch die Ver-brennung gebildet werden, und flüchtig, aber keine Gasesind, sublimiren sich in dem obern Theil der Röhre, undkönnen dann erkannt werden. Diesen kleinen Apparat siehtman Fig. 15.
Glaskolben. Wenn man den Gehalt der Körper anWasser oder an andern flüchtigen Stoffen untersuchen will,oder die Probe stark decrepitirt, so muls sie in einer Glas-röhre erhitzt werden, welche an einem Ende zugeblasen,hier ein wenig erweitert ist, und die Form eines kleinenKolbens hat, Fig. 16., weil die flüchtigen Stoffe sich leich-ter ausjagen lassen, wenn die Luft im Apparate circulirenkann. Wenn man hingegen brennbare Körper von derProbe zu sublimiren hat, wie z. B. Schwefel, Arsenik etc.,so mufs die Röhre am zugeblasenen Ende nicht erweitert