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4,2 (1831) Chemische Operationen und Geräthschaften, nebst Erklärung chemischer Kunstwörter in alphabetischer Ordnung
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Lampen, chemische.

man leicht in Spirituslampen verwandeln, indem man denPfropf wegnimmt und statt dessen eine Hülse für einenDocht einsetzt. Diese Benutzung solcher Flaschen ist umso rathsamer, da sie zu keinem andern Behuf brauchbarsind; denn man kann nicht ohne Verlust aus ihnen gie-fsen (s. Flasche ). Der zum Gebrauch dieser Lampendienende Spiritus darf nicht unter 0,865 und nicht über0,84 sein; im ersteren Falle gibt er nicht Hitze genug,und im letzteren rufst er leicht etwas, was den Platintie-geln schadet und andere Gefäfse fleckig macht.

Das Gefäfs, welches der Hitze einer Lampe ausgesetztwerden soll, mufs von einem eigenen Gestelle getragenwerden. Eines der Art sieht man in Fig. 6. Taf. I. Stattdafs hier die Lampe am Gestelle befestigt ist, mufs manauch eines mit zwei Armen haben, wovon der eine, wieschon vorher bemerkt wurde, die Lampe, und der an-dere das zu erhitzende Gefäfs trägt. Dieser endigt sich,wie Figur zeigt, mit einem grofsen Ring, in den der Kol-ben oder Tiegel eingesetzt wird; hat man kleinere Ge-fäfse darauf zu erhitzen, so macht man sich lose Triangelvon dickem Stahldrath und von verschiedener Gröfse, wieFig. 21. Taf. III., die man auf den Ring legt, und woraufalsdann die kleineren Gefäfse gesetzt werden.

Das Instrument, welches nun von allen in einem La-boratorium am unentbehrlichsten geworden, ist eine Spi-rituslampe mit zirkelförmigem Dochte, Schornstein undeinem Mechanismus zur Erhöhung und Erniedrigung desDochtes. Die Bequemlichkeiten und Vortheile, welcheeine solche Lampe dem practischen Chemiker darbietet,sind ganz unschätzbar. Sie» ist schon längst in Frankreichzum Kaffeekochen gebraucnt worden; durch einen glück-lichen Zufall bekam ich daselbst eine solche Koch-Ein-richtung zu sehen, und ich liefs dann sogleich die Lampezu einem Gestelle, wie es zu chemischen Endzwecken amdienlichsten war, einrichten, und so übertraf sie alle meineErwartungen. Fig. 24. zeigt dieselbe von oben, Fig. 25.und 22. von verschiedenen Seiten. Sie kann von ver-zinntem Eisenblech, oder auch von Messingblech gemacht