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Beschlag — Capul rnortuurn.
gen Tagen ist es trocken tind die Retorte brauchbar. Be-kommt sie während der Operation einen Rils, so läfst sichdieser noch während des Glühens mit demselben Oelkiltverstopfen. Eine so beschlagene Retorte hält im Glühenluftdicht und kann bei vorsichtiger Behandlung mehrereMale gebraucht werden.
Flintenläufe , die sehr hohen Temperaturen ausge-setzt werden sollen, wie z. B. bei der Bereitung von Ka-lium, beschlägt man mit feuerfestem Thon, der aus ge-branntem und ungebranntem gemischt ist. Der Beschlagverhindert sowohl die Oxydation, als die Vereinigung desEisens mit Kohlenstoff, in welchem letzteren Fall es eben-falls schmelzen würde.
Jieuielu, — eine pharmaceutische Operation, die soviel als durch Leinen sieben heilst. Das Gepulverte wirdin ein Leinentuch gelegt, und dieses zu einem Beutel ohneSaum zusammengebunden, welcher nun beim Schüttelndas feinste Pulver durch seine Poren hindurchfallen läfst.Um das Stauben zu verhindern, hält man dabei den Beu-tel in ein weites Glas, indem man dasselbe mit dem überder Zubindung befindlichen Theil des Leinentuchs über-bindet.
Calciniren — bedeutet bei den älteren ChemikernBrennen oder Glühen im offenen Feuer, und calcinirtdasselbe, wie geglüht; so z. B. bedeutet calcinirte Pott-asche dasselbe, wie stark durchgeglühte Pottasche. DasWort stammt davon her, dafs die Chemiker die Metall-oxyde früher Metallkalke (Calces metallorum) nannten, undcalciniren so viel hiefs, als oxydiren.
Capelle. — In der Chemie gibt es zweierlei Capel-len. Die eine Art ist ein kleines, aus Knochenerde ver-fertigtes Gefäfs, worauf im Probierofen das Silber mitBlei abgetrieben wird, um den Grad seiner Reinheit aus-zumitteln. Im II. Th. p. 215. ist beim Silber diese Ope-ration beschrieben.
Die andere Art, die Sandcapelle , s. Sandbad.
Caput mortuum,, — ein alehemistiseker Ausdruck,der den nach einer Destillation in der Retorte bleiben-