Druckschrift 
4,2 (1831) Chemische Operationen und Geräthschaften, nebst Erklärung chemischer Kunstwörter in alphabetischer Ordnung
Entstehung
Seite
822
Einzelbild herunterladen
 

822

Barometer. Basis.

gen, so nimmt man sie vermittelst einer feinen, auf einemStahldrath befestigten Feder, oder mit einer Pferdehaar-schlinge weg. Man stellt es darauf in die ebenfalls andem einen Ende zugeblasene Röhre-CE-D, die etwas wei-ter, und worin etwas Quecksilber enthalten ist. Das Ganzekommt dann auf einen kleinen hölzernen FuE E zu ste-hen. Setzt man dieses Barometer unter eine Glocke undmacht sie luftleer, so fällt das Quecksilber in der innernRöhre, und zeigt, da es immer etwas höher als in deräufsern steht, den Druck unter der Glocke an. Ein ähn-liches, wiewohl schwieriger anzufertigendes Instrument zugleichem Endzwecke und auf einem ähnlichen Fufs befe-stigt, ist Fig. 15. Das Quecksilber fällt in BD und steigtin CD, bis dafs es in beiden fast gleich hoch steht. Dielsist das gewöhnliche Barometer für die Luftpumpe; es istmit dem Ende A in eine Messinghülse gekittet, die aufdie Luftpumpe luftdicht aufgeschraubt wird. Da es nichtselten Unfällen ausgesetzt ist, so mufs man es selbst zuverfertigen verstehen. Es sei AB, Fig. 16., die gerade beiB zugeschmolzene Röhre, woraus es gemacht werden soll,und C und D die Stellen, die den Krümmungen C und Din Fig. 15. entsprechen sollen. Man giefst das Quecksilberbis zu E ein, befreit es durch Kochen sorgfältig von allerLuft, und biegt hierauf die Röhre zuerst in C, und dannin D, aber mit grofser Vorsicht, dafs das Quecksilber nichtauf das heifse Glas falle. Nachdem so die Röhre gebo-gen und erkaltet ist, läfst man allmählig kleine TropfenQuecksilber hinein, und läfst sie durch Drehung der Röhrein DB fliefsen, bis dafs DB gefüllt ist, und das Quecksil-ber, wie Fig. 15. zeigt, .1 Linie hoch in CD steht. DurchEinbringung einer Pferdehaarschlinge wird diese Füllungsehr erleichtert; aber ohne EB zu füllen, während die Röhrenoch gerade ist, bekommt man es niemals luftleer.

B asis, basisch. Basis bedeutet im electrochemi-sehen Sinne der Gegensatz von Säure, und man verstehtalso darunter alle Körper, welche die sauren Eigenschaftender Säuren aufheben und mit ihnen Salze bilden können.Am stärksten finden wir diese Eigenschaften bei den Al-