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4,2 (1831) Chemische Operationen und Geräthschaften, nebst Erklärung chemischer Kunstwörter in alphabetischer Ordnung
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SOI

Analyse.

gelinden Wärme, die niemals bis zum Kochen kommendarf, genau abgemessene oder gewogene Quantitäten deszu untersuchenden Wassers ab, bis die Masse fast bis zurTrockene gekommen ist. Enthielt das Wasser viel Gas,so mufs es entweder 48 Stunden in der Luft gelassen wer-den , oder die Schaale wird zu Anfang der Abdampfungmit einem Glase bedeckt, von welchem das während desAufbrausens Aufgespritzte abgespült werden kann. Manhat nicht nöthig, es völlig einzutrocknen, um das Gewichtdes Rückstandes zu bestimmen, was in Betracht der Schwie-rigkeit, ihn ohne Verlust aus der Schaale herauszunehmen,fruchtlos wäre, wenn die Schaale nicht von einer solchenGröfse ist, dafs sie erst mit der darin befindlichen trok-kenen Masse, und dann allein gewogen werden kann.Aber hierbei gewinnt man nicht viel, da die Masse nochviel Feuchtigkeit enthält, und nicht, ohne Zerstörung desExtractivstoff's, getrocknet werden kann, wodurch das Re-sultat der Wägung keinen Aufschlufs gibt.

Die Art der Untersuchung dieser eingetrockneten Masserichtet sich darnach, ob sie freies Alkali oder Erdsalzeenthält. Ich werde diesen letztem Fall zuerst voraussetzen.

A. Die Masse wird mit Alkohol übergossen, einigeStunden lang damit macerirt, auf einem gewogenen Ftl-trum abfiltrirt, indem man vermittelst Alkohol und mitHülfe einer Feder so viel wie nur möglich aus der Schaaleherauszubringen sucht, worauf sie auf dem Filtrum mitsiedendheilsem Alkohol, so lange dieser etwas auflöst, ge-waschen wird. Die Auflösung in Alkohol enthält Chlor-kalium und Chlornatrium, Chlorcalcium und Chlormag-nesium, Extractivstoff, wovon sie mehrentheils eine ro-the oder braungelbe Farbe hat, und aus einigen Wassernein Harz, welches nach verschiedenen Quellen zu variirenscheint. Man dampft den Alkohol auf einer gewogenengläsernen Schaale ab und wiegt den Rückstand. Er wirdin Wasser aufgelöst, wobei das Harz zurückbleibt. Ent-hielt das Wasser Chlorcalcium oder Chlormagnesium, wasbeinahe immer der Fall ist, wenn es kein Alkali enthält,so werden diese durch Kochen mit kohlensaurem NatronIV. 52