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4,2 (1831) Chemische Operationen und Geräthschaften, nebst Erklärung chemischer Kunstwörter in alphabetischer Ordnung
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Analyse.

Marienbader und das Spaa-Wasser enthalten bedeutendeMengen an kohlensaurem Eisenoxydul; die Seidlitzer undSeidschützer Brunnen grofse Mengen schwefelsaurer Talk-erde und Chlormagnesium, u. s. w.

Die Mineralwasser theilt man gewöhnlich in eisen-haltige, alkalische, salzige und hepatische oder schwefel-haltige ein. Verschiedene Wasser können zu mehrerendieser Klassen auf einmal gehören; aber man stellt sienach dem vorherrschenden Charakter auf. Die schwedi-schen und die in Schweden gebräuchlichsten ausländischenMineralwasser sind folgende:

1) Eisenhaltige, welche wieder in: aJ rein eisen-haltige, wie z. B. Medevi, Pyrmont; und in h) eisenhal-tige alkalische, wie z. ß. Porla, Sätra, Bamlösa, Adolfs-berg, Spaa, Eger und Marienbad, eingetheilt werden.

2) Alkalische-, z. ß. Carlsbad, Marienbad, Bilin,Fachingen und Selters. Hierher können wir auch dieHeilquellen bei Stockholm, hinsichtlich ihres Gehalts ankohlensauren Erden, die darin den Hauptbestandteil aus-machen, rechnen.

3) Salzige: z. B. das Seidschützer, Seidlitzer, salzigePyrmonter und Epsomer W r asser.

4) Hepatische: z. B. das Aachener und das Gastei-ner Wasser.

Mit Ausnahme einiger als Salzsohlen versuchter Brun-nen, und einiger neuerlich wieder aufgeräumter Quellen,in denen sich durch Verwesung organischer Stoffe eingeringer Gehalt an Schwefelwasserstoffgas gebildet hat,der in der Hegel nach einigen Jahren wieder verschwun-den ist, kennen wir in Schweden keine Quellen der zweiletzteren Klassen.

Die chemische Untersuchung der Mineralwasser zer-fällt ebenfalls in die qualitative und in die quantitative.Erstere wird mit Reactionsproben gemacht, durch welcheman ohne bedeutende Mühe einigermaßen entdeckt, wel-che Stoffe ein Wasser enthält, indem zugleich ein geübtesAuge aus der Stärke der Reaction die gröfsere oder ge-ringere Reichhaltigkeit des Wassers beurtheilen kann.