762
Analyse.
wogen; sie wird darauf mit einer gesättigten Auflösungvon schwefelsaurer Kalkerde in Wasser ausgezogen, wor-auf das Unaufgelöste wieder getrocknet, geglüht und ge-wogen wird. Hierbei zieht die Gypsauflösung nur schwe-felsaure Talkerde aus; was diese dann unaufgelöst zurück-läfst, ist schwefelsaurer Kalk; der Verlust ist schwefelsaureTalkerde. Die Quantität der beiden Basen wird nach derZusammensetzung der schwefelsauren Salze, die man inden Tabellen angegeben findet, berechnet.
3) Die Kalkerde wird, wie vorher angeführt, mitoxalsaurem Ammoniak niedergeschlagen. Die Talkerdewird darauf mit phosphorsaurem Natron gefällt, welchesmit ein wenig kaustischem Ammoniak gemischt ist (weildas einfache neutrale Salz nicht gefällt wird), und derNiederschlag, welcher basische phosphorsaure Ammoniak-talkerde ist, wird gewaschen, geglüht und gewogen. Dieseneuerlich vorgeschlagene Methode ist jedoch nicht zuver-lässig, weil der Niederschlag, obgleich ganz unauflöslich,wenn die Flüssigkeit einen Ueberschufs von phosphorsau-rem Salze enthält, von dem beim Waschen zugegossenenreinen Wasser aufgelöst wird, woraus es sich auf’s Neueniederschlägt, wenn man ein phosphorsaures Salz zusetzt.Diese Auflöslichkeit, die beim Gebrauch dieser Methodeübersehen wurde, macht das Resultat unzuverlässig, ob-gleich man es durch die irrige Berechnung corrigirt hat,dafs der geglühte Niederschlag 40 p. C. Talkerde enthal-ten sollte, da er in der That nur 36,67 enthält. Wasalso durch’s Waschen verloren gegangen war, hatte mandurcli die Annahme einer gröfseren Menge Talkerde imNiederschlage ersetzt. Die Talkerde wird daher entwe-der, wie vorher erwähnt ist, mit kohlensaurem Kali ab-geschieden, oder man kann die Flüssigkeit abdampfenund das Salz glühen, wo dann die Talkerde im Wasserunauflöslich zurückbleibt.
Anmerkung. In den Fällen, wo die Erden mit Man-ganoxydul zugleich gemischt sind, mufs dieses erst mit Hy-drothionammoniak niedergeschlagen werden. Der Nieder-schlag wird nach dem Auswaschen in Chlorwasserstoffsäure