Analvse.
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serstoffgas streichen, welches zuvor durch Chlorcalcium ge-gangen ist, und erhitzt, wenn alle atmosphärische Luft aus-getrieben ist, die Röhre bis zum Weilsglühen. Das aus-strömende Wasserstoffgas wird durch ein gewogenes Ge-fäfs mit geschmolzenem Chlorcalcium geleitet. Wenn sichaus dem ausströmenden Gas kein Wasser mehr absetzt,nimmt man das Feuer weg, und läßt die Röhre erkalten,während aber beständig noch Wasserstoffgas hindurchströ-men mufs. Man bestimmt nun sowohl den Gewichtsver-lust der Probe, als auch das Gewicht des erhaltenen Was-sers, die übereinstimmen müssen. — Zuweilen lälst sichdie vollständige Reduction des Eisens nur durch Schwe-felwasserstoffgas bewirken. In diesem Falle kann mannur das Gewicht des Wassers bestimmen, weil die Probe,indem sie Schwefel aufnimmt, an Gewicht zunimmt.
Die Oxydationsslufe des Eisens in einer Auflösung zubestimmen, ist sehr leicht; die eigentliche Schwierigkeitdabei besteht darin, die Probe ohne Veränderung in Auf-lösung zu bekommen. Die abgewogene Probe löst manin Chlorwasserstoffsäure in einer Flasche auf, die luft-dicht verschließbar ist, nachdem man alle atmosphärischeLuft durch Kohlensäuregas daraus ausgetrieben hat. DieAuflösung geschieht mit Hülfe von Wärme. Sie wirdklar abgegossen, wenn etwas ungelöst bleibt,, was sichnicht auflösen kann, und dieses schnell mit kochendhei-fsem und luftfreiem Wasser abgespiilt. Die sämmtlicheFlüssigkeit bringt man in eine Flasche, welche gewoge-nes Pulver von metallischem Silber *) und gekochtes luft-freies Wasser enthält, womit man sie anfüllt und daraufsogleich verschliefst. Man digerirt sie bei nahe -J-100°unter öfterem Umschütteln, und dabei reducirt nun dasSilber alles Eisenchlorid zu Chlorür und bildet Chlorsil-
# ) Das Silberpulver zu diesen Versuchen erhält man am besten,indem man aut geschmolzenes Chlorsilber saures Wasser giefst,und ein Stück Zink so lange darauf liegen läfst, bis alles Sil-ber reducirt ist. Nach Hinwegnahme des Zinks spült man denSilberkuchen mit Salzsäure ab, zerreibt ihn zwischen den Fin-gern zu Mehl, kocht dieses mit Wasser aus, und trocknet esdarauf, ohne es aber zum Glühen kommen zu lassen.