751
Analyse.
geringem Ueberschufs zusetzt, niedergeschlagen wird. DerNiederschlag wird wohl gewaschen, getrocknet und ge-glüht. Er besteht aus Thonerde. Um einen kleinen An-theil Kieselerde, der fast immer darin enthalten ist, ab-zuscheiden, wird er in einem Platintiegel mit concentrir-ter Schwefelsäure vermischt und gelinde erhitzt; die Erdeschwillt auf, verbindet sich mit der Säure, und wenn diefsvollkommen geschehen ist, wird sie in kochendem Was-ser aufgelöst, wobei Kieselerde zurückbleibt, die man ab-scheidet, wiegt und deren Gewicht man von dem derThonerde abzieht.
Anmerkung. Wenn die Thonerde die gröfsere Quan-tität des mit Ammoniak erhaltenen Niederschlags ausmacht,so pflege ich den Niederschlag zu trocknen, zu glühenund zu wiegen; darauf löse ich ihn in concentrirter Chlor-wasserstoffsäure oder Schwefelsäure auf, aus welcher Auf-lösung die anderen Stoffe durch kaustisches Kali nieder-geschlagen, darauf abfiltrirt, ausgewaschen, getrocknet undgewogen werden. Was sie nun weniger ais vorher wie-gen, ist das Gewicht der Thonerde. Dieses Verfahren hatden Vortheil, dafs man bei der voluminösen Beschaffen-heit der Thonerde und der Schwierigkeit, sie auszuwa-schen, jetzt die ganze Operation der Wiederausscheidungderselben aus der Kalilauge vermeidet, und die Analysewenigstens doppelt so schnell geht.
c. Diejenigen Stoffe, weiche sich vom Kali nichtaufiösen lassen, werden in Chlorwasserstoffsäure aufgelöst.Diese sind nun Ceroxydul, Eisenoxyd, Manganoxyd undYttererde. Das Ceroxydul wird auf eine eigenthümlicheArt abgeschieden. Man setzt in die Auflösung eine Bindevon krystallisirtein schwefelsauren Kali, die über die Ober-fläche der Aullösung hervorragen mufs, damit alle Theileder Flüssigkeit mit diesem Salze völlig gesättigt werden.Die Ceroxyde haben die Eigenschaft, mit Kali und Schwe-felsäure ein Doppelsalz zu bilden, welches in einer gesät-tigten Auflösung von schwefelsaurem Kali unlöslich ist,diese mag übrigens freie Säure enthalten oder nicht. Die-se« Salz wird jetzt niedergeschlagen, und wenn nach