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4,2 (1831) Chemische Operationen und Geräthschaften, nebst Erklärung chemischer Kunstwörter in alphabetischer Ordnung
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Abdampfen.

Schaalen kleinere und greisere Uhrgläser. Glasgefäfsemit nicht gewölbtem Boden eignen sich nicht dazu, dasie beim Abdampfen fast immer springen. Man mufs sichüberhaupt vornehmen, nie eine Abdampfung in einem Glasemit unebnem, aufgebogenem Boden zu machen; denn füreinmal, dafs das Glas hält, mifsglückt es wenigstens zwei-mal. Eben so mufs man sich erinnern, niemals etwas ineiner bis ~]~100° gehenden Temperatur in einem Glas-gefäfse zur Trockne zu verdampfen, weil dann das Glasfast unvermeidlich springt, indem eine Stelle desselbentrocken und heifs wird, während ein höher gelegenerTheil noch in Berührung mit Flüssigkeit ist, die dannauf die trockene und heifsere Stelle hinunter fließt unddas Glas sprengt. Auch mufs man beim Abdampfen inGlas darauf sehen, dafs nicht die trocknen Wände überder Flüssigkeit der Hitze ausgesetzt werden, denn die ge-ringste Bewegung in der Flüssigkeit sprengt dann das Ge-fäfs, weil der Rand erhitzt und dann von der wenigerheifsen Flüssigkeit plötzlich abgekühlt wird. Endlich mufsman beim Aufheben eines Glasgefäfses, besonders wennes fast eine Halbkugel bildet, dasselbe nicht an dem Rande,sondern von unten fassen, indem man sonst beim Haltendesselben einen Druck ausübt, der die Schaale oval zumachen strebt, wodurch sie leicht von oben herunter indem Rande einen Sprung bekommt.

SclLnalen voti Porzellan sind, nächst den Platinschaa-len, die anwendbarsten, müssen aber dann immer vonachtem Porzellan sein. Man kann sich selbst mit Thee-tassen und ähnlichen, zu anderen Zwecken bestimmten Por-zellangefäfsen behelfen. In chinesischem Porzellan kannman indessen nicht lange sehr saure Auflösungen abdam-pfen; denn die Glasur wird bald matt, und es färbt sichzuletzt der Boden des Gefäfses von den darin abgedampf-ten Metallauflösungen. In den Porzellanfabriken zu Ber-lin und Paris werden jetzt zu chemischem Behuf Porzel-lanschaalen von den verschiedensten Gröfsen und von vor-züglicher Güte verfertigt. Ihre Glasur bleibt nach langemGebrauch unangegriffeu, und man kann darin Salzmas-