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4,2 (1831) Chemische Operationen und Geräthschaften, nebst Erklärung chemischer Kunstwörter in alphabetischer Ordnung
Entstehung
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Abdampfen. Schon im I. Th. p. 373. habe ich dieTheorie der Verdunstung gegeben. Hier werde ich sienur in sofern berühren, als sie eine sehr wichtige und beichemischen Arbeiten beständig vorkommende Operationausmacht. Oefters gebraucht man auch für Abdampfen dasWort Einkochen. Man verdunstet alle Auflösungen, ansdenen man die darin aufgelösten Stoffe in fester Formhaben will, und ferner sehr verdünnte Auflösungen, aus de-nen Stoffe niedergeschlagen werden sollen, weil das Samtn-len des Niederschlags in einer gröfseren Masse von Flüs-sigkeit schwerer ist, als in einer kleineren. Das Ab-dampfen geschieht entweder in offner Luft, mit oder ohneErwärmung des Abzudampfenden, oder in einem verschlos-senen Raume mit oder ohne Zutritt der Luft, a) yjhdam-pfting in offner Lift , geschieht in offnen flachen Gefäfsen,den Abdampfschaalen, die von Metall, von Glas oder Por-zellan sein können. Die dazu angewendeten Metalle sindPlatin, Silber, Zinn, Blei und Kupfer. Die Platinschaa-len sind die besten, aber auch die theuersten. Man kannsie zwar entbehren, aber wenn man sich einmal an dieVortheile, die eine Platinschaale mit sich führt, gewöhnthat, so hält es schwer, sich auf andere Weise zu behel-fen. Besonders sind sie nothwendig bei Abdampfung vonAuflösungen mit freier Säure, wobei man sich aber erin-nern mufs, dafs diese nicht Königswasser, und dafs über-haupt nicht die Möglichkeit zu einer Entwickelung vonChlor oder Brom vorhanden sein darf, denn dadurch würdedie Schaale unter dem Abdampfen angegriffen, und der