Castorinsäure.
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die Ambrasäure auf, die sich daraus beim Erkalten undVerdunsten in kleinen, farblosen Tafeln absetzt. In Massesieht sie gelblich aus, hat einen eigenen, von der Ambraverschiedenen Geruch, keinen Geschmack, schmilzt nichtbei -[-100°, röthet Lackmus, ist in kaltem und kochen-dem Wasser unbedeutend löslich, aber leichtlöslich in Al-kohol und Aether, und gibt eigene, gelbgefärbte Salze.Das Kalisalz ist leichtlöslich. Man erhält ein saures Salz,wenn man zur Lösung der Säure in Alkohol etwas Kalioder etwas in Wasser gelöstes neutrales Salz mischt, solange noch ein flockiger Niederschlag entsteht, und dar-auf die Lösung mit Wasser verdünnt, wodurch sich all-mählig noch mehr saures Salz absetzt: In Wasser ist es
unlöslich, löslich in Alkohol, und Lackmus röthend. Wirddie Säure in Kali aufgelöst und die Lösung mit Essigsäureneutralisirt, so erhält man damit dunkelgelbe Niederschlägemit den Salzen von Baryt, Kalk, Eisenoxydul, Bleioxyd,Zinnoxydul, Kupferoxyd, Quecksilberoxydul und Oxyd undSilberoxyd. Goldchlorid wird gelb gefällt, aber bald zuMetall reducirt.
Castorins ciure, von Brandes entdeckt, entsteht durchBehandlung von Castorin (pag. 615.) mit Salpetersäurebis zur vollständigen Zersetzung. Aus der durch Abdam-pfen concentrirten Flüssigkeit krystallisirt sie in kleinen,gelben, in Wasser löslichen Prismen und Körnern. Sieröthet Lackmus und bildet mit Ammoniak ein gelbes, sau-res, in kleinen Körnern krystallisirendes Salz, welches, biszur Sättigung neutralisirt, die Salze der alkalischen Erdennicht fällt, aber Eisenoxydulsalze mit weifser, Kupferoxyd-salze mit hellgrüner, und Bleioxydsalze und salpetersauresSilberoxyd mit weifser, sich nicht verändernder Farbe nie-derschlägt.
Gedruckt hei A. W. Schade in Berlin.