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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
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Leim.

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neutrale Auflösung von schwefelsaurem Eisenoxyd mit Leimund kocht, so schlägt sich eine Verbindung von Leim mit ba-sischem schwefelsauren Eisenoxyd in rothgelben, nicht zu-sammenbackenden Flocken nieder. Weder neutrales nochbasisches essigsaures Bleioxyd fällen eine Leimauflösung.Macerirt man aufgeweichten Leim in Bleiessig, so wirder milchweifs und loser als zuvor; in der Wärme schmilzter zu einer milchigten Flüssigkeit und gelatinirt beim Er-kalten. Beim Vermischen einer Leimauflösung mit der Lö-sung von Quecksilberchlorid entsteht eine schnell vorüber-gehende Trübung, was fortfährt, bis eine gewisse Mengedes Fällungsmittels zugemischt ist; setzt man davon dannauf einmal mehr hinzu, so wird der Leim in Gestalt einesweifsen, zusammenhängenden, sehr elastischen Coagulumsniedergeschlagen. Aehnliche Niederschläge erhält manmit salpetersaurem Quecksilberoxydul und Oxyd, und mitChlorzinn. Silber- und Gold-Auflösungen fällen den Leimnicht, aber unter Mitwirkung des Sonnenlichts wird einegewisse Menge vom Metall reducirt. Von schwefelsauremPlatinoxyd wird der Leim in braunen, zähen Flocken ge-fällt, die beim Trocknen schwarz werden, und sich dannleicht pulvern lassen. Nach Edmund Davys Angabe,welcher diefs für ein sicheres Reagens auf Leim hält (wie-wohl das Verhalten dieses Salzes zu den meisten übrigenThierstoffen unbekannt ist), enthält es 0,5611 Platinoxyd,0,2002 Schwefelsäure und 0,2837 Leim und Wasser; wenndiese Analyse richtig ist, so enthält diese Substanz PtSin Verbindung mit Leim und Wasser.

Unter den organischen Materien kennt man nur eine,welche sich mit Leim verbindet, diefs ist der Gerbstoff,sowohl der natürliche als der künstliche. Der Gerbstoffder Galläpfel gibt mit Leim eine so schwerlösliche Ver-bindung, dafs eine Auflösung von 1 Th. Leim in 5000 Th.Wassers noch deutlich von Galläpfelinfusion gefällt wird.Wird eine concentrirtere, zum Flüssigbleiben erwärmte Lö-sung mit Galläpfelinfusion vermischt, so entsteht ein wei-fser, käseartiger Niederschlag, welcher, wenn überschüs-siger Gerbstoff hinzugekommen war, zu einer mehr oder