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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
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Zerstörung der Thierstoffe.

und an den Seiten und auf dem Rücken zwischen den Mus-keln Einschnitte und Oeffnungen machen; darauf wurdeer in eine hölzerne Badewanne gelegt und mit einigenUnterlagen unterstützt, um nicht unmittelbar auf den Bo-den zu liegen, und nun mit Weingeist von 0,75 Alkohol-gehalt übergossen, in dem Quecksilberchlorid (Sublimat)aufgelöst war. Die Menge des Sublimats betrug anfangsnur wenig; nachher wurde sie vermehrt, indem man ihn infeingeriebenem Zustand, täglich zu einem bis zwei Pfund,zusetzte, in dem Maafse, als man fand, dafs er sich aus demAlkohol niederschlug. Nach drei Wochen oder einem Mo-nat, wenn alles Wasser von der Alkohol-Lösung des Chlo-rids verdrängt ist, nimmt man den Körper heraus, nähtdie Einschnitte zu, und kann nun die Leiche einkleiden,da sie jetzt ohne zu faulen trocknet, und die Haut sehrlange ihre natürliche Farbe behält, was wohl in solchenFällen von Wichtigkeit und bei Anwendung von Holzsäurenicht der Fall ist. Die übrigbleibende Sublimat-Auf-lösung ist eine höchst gefährliche Flüssigkeit. Man kannsie nicht destilliren, und wohin sie gegossen wird, kannsie Unglück veranlassen. Das beste Mittel, solches zu ver-hüten, ist, das Quecksilbersalz durch kaustisches Kali, durchKupfer oder Zink zu zersetzen, worauf man, je nach denUmständen, die spirituöse Flüssigkeit wegwerfen oder um-destilliren kann.

Die vollkommenste Art der Einbalsamirung würdeohne Zweifel sein, die Pulsadern des Cadavers mit Holz-säure zu injiciren, und die Haut, und vielleicht auch dieEingeweide der Höhlungen, durch ein, mit einer Auflösungvon Quecksilberchlorid in Weingeist gemachtes Bad zu con-serviren.

XI. Zerstörung der Thierstoffe.

A. Durch Fäulnii's.

Die Thierstoffe enthalten mehr einfache Bestandtheile,als im Allgemeinen die Pflanzen, und darunter Bestand-theile, die. leicht wieder in die Verhältnisse der unorga-