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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
Seite
647
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Austern.

Ö47

Melain.

78,00

Kohlensäuren Kalk . . .

10,40

Kohlensäure Talkerde . .

7,00

Kochsalz ? ">

Schwefelsaures Natron? j

2,16

Schleimartigen ThierstofF .

0,84

Verlust.

1,60

100 , 00 .

Das Fragezeichen bedeutet, dafs er über die Natur die-ser Salze nicht recht sicher war. Kemp, der mit der nichteingetrockneten Dinte einige Versuche angestellt hat, fand,dafs sie durch Wärme, Alkohol, Mineralsäuren, Quecksil-berchlorid und Galläpfelinfusion coagulirt wird, was Proutvon der, von Kemp als Mucus angeführten Materie ab-leitet. Ein Theil der chinesischen Tusche soll aus ein-getrockneter Flüssigkeit vom Dintenfisch bestehen.

Der Dintenfisch hat ein Rückenschild, als Handels-waare unter dem Namen Os Sepiae bekannt; es wirdzum Abschleifen von Elfenbein- und Knochen - Arbeitengebraucht, und wurde auch ehemals in der Medicin an-gewendet. Diese Substanz besteht aus kohlensaurem miteiner Spur von phosphorsaurem Kalk, nebst einer gewis-sen Menge eines häutigen, thierixchen Bindemittels.

Austern. Das fleischige Thier von Ostrea edulisenthält, nach einer Analyse von Pasquier, Eiweifs, häu-tiges Gewebe (nach P. Faserstoff), zum Theil zu Leimlöslich, Schleim und eine dem Fleischextract ähnliche, ex-tractartige Substanz. Aus den verkohlten Austern ziehtSalzsäure, nach demselben, phosphorsauren und kohlensau-ren Kalk aus; nach dem völligen Einäschern aber bleibtnur phosphorsaurer Kalk zurück; beim Verbrennen bildetsich also etwas Phosphorsäure. Die Austernschaalenbestehen, nach der Analyse von Bucholz und Brandes,aus unlöslichem ThierstofF 0,5, kohlensaurem Kalk 98,6,phosphorsaurem Kalk 1,2, Thonerde (zufällig) 0,2. WennAusternschaalen kaustisch gebrannt werden, so bildet sichentweder ein wenig Schwefelcalcium, von Schwefel aus