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Chitin. Cantharidin.
erhalten, sondern erweicht in Folge des Feuchtwerdensdieser Substanz in der Luft, während Hausenblase vollkom-men trocken bleibt.
E. Insecten.
Chitin (von y_nar, Wamms); hiermit hat man, nachOdier’s Vorschlag, die harte Schaale zu benennen ange-fangen, welche die äufsere Bedeckung eines grofsen Theilsder Insecten und die Flügeldecken der Käfer bildet. Wennman, nach Demselben, die Flügeldecken von Coleopterenin einer Lauge von kaustischem Kali kocht, so zieht die-ses Eiweil’s, eine in Wasser lösliche, dem Fleischextractähnliche Materie, eine gefärbte, fette, in Alkohol löslicheMaterie, und eine braune Substanz aus, die im Alkalilöslich, aber in Wasser und Alkohol unlöslich ist. Da-bei bleibt nun t vom Gewichte der Flügeldecken Chitinzurück. Diese Substanz verkohlt sich in der Hitze, ohnezu schmelzen, und gibt bei der Destillation kein stickstoff-haltiges Product. In verdünnter Schwefelsäure und Sal-petersäure ist sie mit Hülfe von Wärme löslich; die Auf-lösung in letzterer ist nicht gelb.
Mit diesen Angaben stehen die von Hatchett in auf-fallendem Widerspruche. Dieser fand, dafs bei Behand-lung der Insectenschaalen mit verdünnter Salzsäure, diesedaraus Knochenerde auszieht und 0,26 ihres Gewichts einerhellgelben, knorpelartigen Substanz zurückläfst. Die Säurezieht hierbei 0,64 phosphorsauren und 0,10 kohlensaurenKalk aus.
Die Schaalen der Insecten sind häufig mit glänzendenFarben gefärbt. Die metallisch-glänzenden beruhen nur aufeinem, von mechanischen Ursachen herrührenden, SLrah-lenbrechungs-Phänomen. Durch längere Einwirkung desSonnenlichtes werden sie oft braun oder rolh.
Cantharidin ist die blasenziehende Materie in denspanischen Fliegen, Lytta vesicatoria, vittata und einigenanderen Species desselben Genus. Sie wurde zuerst vonKobiquet abgeschieden und von Leopold Gmelin wei-ter untersucht. Zu ihrer Darstellung extrahirt man zer-