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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
Seite
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Castoreum.

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Flüchtiges Oel.l/>0

Castorin (verunreinigt durch harnsaure Salze) . 2,05

Harz (verunreinigt durch benzoesauren und harn-sauren Kalk).13,85

Alkoholextract, mit gewöhnlichen Salzen . . 0,20

Eiweiß.0,05

Phosphorsauren Kalk, verbunden mit einem

Thierstoff.1,40

Kohlensäuren Kalk.33,00

Kohlensäure Talkerde.0,40

Schwefelsaures Kali und Gyps.0,20

Kohlensaures Ammoniak.0,82

In Alkohol unlösliche thierische Materien . . 4,60

Hauptsubstanz.19,20

Wasser (und Verlust).23,23

100,00.

Die physiologische Bestimmung des Bibergeils ist un-bekannt.

In der Heilkunde wird es seit den ältesten Zeiten alsinneres Heilmittel gebraucht. Im Handel kommen davonzwei Arten vor, Castoreum moscoviticum und canadense.Unter der ersteren Benennung wird der gröfste Theil vomeuropäischen Castoreum begriffen, da nun das meiste ausSibirien kommt; denn der Biber fängt an in Europa ganzausgerottet zu werden. Das aus Canada kommende hältman für das schlechteste, und bei dem hohen Preise desCastoreums, ist dazu noch das letztere so häufig verfälscht,dafs man es verwirft. Inzwischen ist es keinem Zweifelunterworfen, dafs unverfälschtes canadisches Castoreum mitdem europäischen und asiatischen von gleicher Beschaffen-heit ist. Als Probe von ächtem Castoreum gibt man an,dafs auf den Beuteln zwei aufsitzende kleinere, mit einemeigenen, nach Bibergeil riechenden Fett, entweder wirklichvorhanden sind, oder dafs man ganz deutlich die Stellenbemerkt, wo sie gesessen haben. Wo sie fehlen, kann maneine Verfälschung vermuthen, wozu unter anderen z. B. dasScrotum von jungen Böcken, oder die Gallenbasen vonSchaafen genommen werden sollen. Ferner erkennt man