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Castoremn.
in einer Retorte erhitzt, schmilzt es, kocht, und es gehtein poineranzengelbes Oel über, welches nach dem Abküh-len eine weiche, harzähnliche Masse bildet. Es ist ent-zündlich und verbrennt mit Flamme, ohne Geruch undRauch, aber mit Hinterlassung von Kohle. In kaltem Was-ser ist es unlöslich; kochendes löst etwas davon auf, wel-ches nach einigen Tagen wieder daraus anschiefst. In Alko-hol löst es sich schwierig auf, am besten in wasserfreiem,allein Spiritus von 75 p. C. Alkohol-Gehalt, welcher imKochen nur auflöst, gesteht dennoch beim Erkalten.In Aetber ist es leichter löslich; von flüchtigen Oelen wirdes in der Kälte nicht gelöst; Terpenlhinöl aber löst das-selbe beim Erwärmen auf und trübt sich beim Erkalten.Mit fetten Oelen läfst es sich zusammenschmelzen.
Von concentrirter Schwefelsäure wird es leicht auf-gelöst, allein die Auflösung färbt sich gelb, und durchWasser wird das Castorin daraus gelb niedergeschlagen.In der Wärme wird es von verdünnter Schwefelsäure auf-gelöst, und setzt sich daraus sowohl beim Erkalten, alsbeim Sättigen der Säure mit Ammoniak wieder ab. KalteSalpetersäure löst dasselbe nicht auf, kochende aber löstes mit gelber Farbe, welche Lösung sich beim Erkaltentrübt und durch Wasser gefällt wird; durch fortgesetzteBehandlung mit Salpetersäure wird es in eine eigene, wei-ter unten abzuhandelnde Säure verwandelt.
Von kochender Essigsäure wird es in Menge aufge-löst, und setzt sich daraus erst nach längerer Zeit in Kry-stallform ab, eher, wenn man die Säure verdunstet. Ver-dünnte kaustische Alkalien lösen dasselbe etwas im Ko-chen auf; beim Erkalten setzt es sich daraus wieder un-verändert ab. Von concentrirtem kaustischen Kali wirdes im Kochen aufgelöst, und beim Verdünnen mit Wasserwieder unverändert niedergeschlagen.
4. Harz (Castoreum-Resinoi'd von Brandes). Ausder Alkohol-Lösung, woraus sich das Castorin abgesetzt,erhält man das Bibergeilharz, wenn man die filtrirte Flüs-sigkeit nahe zur Trockne verdunstet, mit kochendem Was-