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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
Seite
526
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526 Geschlechtsorgane.

gelöst. Von kalter Salpetersäure wird es gelb, ohne sichaufzulösen; von warmer wird es aufgelöst, und darausdurch Wasser gröfstentheils wieder gefällt. Von concentrir-ter Essigsäure wird es gelatinös und durchscheinend, undlöst sich nachher beim Kochen der verdünnten Masse auf.Die Lösung wird nicht völlig klar, sondern lälst feine zer-riebene Fasern ungelöst. Von Cyaneisenkalium wird sie ge-trübt, nicht aber von kohlensaurem Ammoniak oder Queck-silberchlorid. Mit Galläpfelinfusion entsteht ein flockiger,schwer sinkender Niederschlag. In einer ziemlich concen-trirten Lösung von kaustischem Kali erweicht es, löst sichaber erst beim Erhitzen der Flüssigkeit nach und nach,und ohne Rückstand auf. Diese Lösung wird nicht von Es-sigsäure gefällt, wird aber die saure Flüssigkeit eingetrock-net und das Salz in Alkohol gelöst, so bleibt der gröfsteTheil der thierischen Materie ungelöst zurück. Von Was-ser wird sie blofs theilweise gelöst, welche Auflösung vonQuecksilberchlorid und Galläpfelinfusion gefällt wird.

Der Alkohol, worin die Samenflüssigkeit coagulirt ist,opalisirt und klärt sich nicht beim Filtriren. Nach demEintrocknen hinterläfst er einen Rückstand, der sich imGanzen wie der aus dem Wasser verhält, worin die Sa-menflüssigkeit coagulirte. Wir werden nachher darauf zu-rückkommen.

Wird die Samenflüssigkeit in Wasser gegossen, sosinkt sie darin unter und coagulirt, ungefähr wie in Al-kohol, indem sie eine weifse, faserige Masse bildet, diesich bei der geringsten Berührung in F'ilamente zertheilt,welche, nach Abscheidung aus dem Wasser, sich in weni-gen Augenblicken gröfstentheils in Essigsäure auflösen undeine durch Cyaneisenkalium stark gefällt werdende Flüs-sigkeit bilden. Läfst man sie dagegen im Wasser, so erlei-den sie dieselbe Veränderung, wie der Samen selbst, in-dem sie sich nämlich allmählig auflösen und verschwinden,mit Zurücklassung fein zertheilter kleiner Flocken, die inder Flüssigkeit suspendirt bleiben und nur sehr langsam zuBoden sinken. Dieser im Wasser unlösliche Theil ist auchgröfstentheils in Essigsäure unlöslich, und die Säure wird