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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
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Die Knochen.

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stellt, welche die innere Masse zersprengt, so dafs der Kno-chen, wenn er zur Hälfte erweicht ist, sich in faserige,der Länge nach ablösbare, Lamellen zu zertheilen anfängt.Diese Lamellen haben, nach Marx, die Eigenschaft, in ge-hörig dünnem Zustand, gleich Glimmerblättchen, das Lichtzu polarisiren, welches Phänomen noch schöner ausfällt,wenn man sie mit dem flüchtigen Oel aus der Rinde vonLaurus Cassia tränkt.

Der Knochenknorpel bildet sich eher, als die Knochen-erde darin abgesetzt wird. Die langen Knochen sind da-bei massiv und werden nur in dem Maafse, als sich dieKnochenerde absetzt, hohl. Bei dem neu gebornen Fötusist noch ein grofser Theil der Knochen nur partiell mitKnochenerde versehen. Die Absetzung derselben in demKnorpel geht von gewissen unveränderlichen Punkten, denVerknöcherungspunkten, aus, und nimmt in einer gewis-sen Zeit nach der Conception ihren Anfang, so dafs mandaraus auf das Alter des Fötus schliefsen kann.

Die Knochenerde besteht hauptsächlich aus phos-phorsaurer und kohlensaurer Kalkerde, in ungleichen re-lativen Verhältnissen bei verschiedenen Thierarten, undgemengt mit kleinen, ebenfalls veränderlichen Quantitätenvon phosphorsaurer Taikerde und Fluorcalcium.

Dafs der Hauptbestandtheil der Knochenerde phos-phorsaurer Kalksei, wurde von J. G. Gähn entdeckt, derjedoch diese Entdeckung nur allein an Bergman undScheele mittheilte. Als Scheele, einige Zeit nachher,(1771) seine Entdeckung der Flufssäure bekannt machte,äufserte er im Vorbeigehen,dafs die Knochenerde, nacheiner kürzlich gemachten Entdeckung, aus Kalk und Phos-phorsäure bestehe. Diefs war Veranlassung, dafs dieseEntdeckung lange Zeit Scheele zugeschrieben wurde, dergewifs nicht daran dachte, dieselbe sich zuzueignen. Drei-fsig Jahre später entdeckte Morichini, dafs sowohl fos-siles Elfenbein, als auch der Schmelz der Zähne Fluorcal-cium enthalte, undFourcroy undVauquelin erwiesendie Gegenwart der phosphorsauren Talkerde.

Die Knochenerde erhält man am leichtesten durch