Exlractivsloffe des Harns.
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Harnstoff mit dem, mit Chlorbaryum sich verbindendenExtracte gemengt ist, auch der Harnstoff vom Salze aufge-nommen wird. Ich versuchte vergebens, auf diese Weisedas Extract zu binden und den Harnstoff allein im Alko-hol zu lösen. — So viel man aus diesen Versuchen schlie-fsen kann, enthält der in wasserfreiem Alkohol löslicheTheil von eingetrocknetem Harn, aufser Harnstoff, Milch-säure, milchsaurem Ammoniak und Chlorammonium, eineextractartige Materie, welche, nach vollständiger Isolirung,mit der entsprechenden extractartigen Materie aus denFlüssigkeiten des Fleisches grofse Aehnlichkeit hat, undderen Veränderung, in Vermengung mit dem Harnstoff,den ekelhaften urinösen Geruch veranlafst, welchen manan dem in Verderbnifs übergehenden Harn bemerkt. Ei-nes der ausgezeichneten Merkmale dieser Materie ist, dafssie sich mit grofser Begierde mit Salzen verbindet, unddadurch, je nach der verschiedenen Natur dieser Salze,ihre Löslichkeit in spirituösen Flüssigkeiten verändert. Daes eine grofse Bequemlichkeit ist, für eigenthümliche Ma-terien besondere Namen zu haben, so möchte ich dieseMaterie Halophil (salzliebend) nennen; allein in Betrachtdes Nachtheils, welcher für die Entwickelung der Wissen-schaft durch Einführung von besondern Namen für Kör-per entspringt, die vielleicht nur Gemenge sind, wo-von die so mannigfaltige Anwendung des Namens Osma-zom einen Beweis abgibt, habe ich es vorgezogen, dieseMaterie vor der Hand nur den in wasserfreiemAlkohol löslichen Extractivstoff des Harns zunennen.
Was wasserfreier Alkohol von den Materien ungelöstläfst, die mit Alkohol von 0,833 aus eingetrocknetem Flarnausgezogen wurden, ist eine extractartige Masse. Wirddiese von Neuem mit sehr wenig Alkohol von 0,833 be-handelt, so löst sich darin ein thierischer Stoff, mit Hin-terlassung von Kochsalz, auf, welches jedoch noch viel vonersterem zurückhält. Dampft man die für sich genom-mene Auflösung in Alkohol ab, so bekommt man ein kla-res, durchsichtiges, gelbliches Extract, frei von aller kry-