Vernix caseosa des Fötus.
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sicht erfordert, weil die Wolle durch zu lange Macera-tion in beiden Flüssigkeiten bricht und sich spaltet. Dasin der Wolle zurückgebliebene Fett läfst sich bei kleine-ren Proben mit Alkohol oder Aether ausziehen. NachChevreul beträgt es 0,18 bis 0,20 vom Gewicht der ge-waschenen Wolle. Es hat mit dem Hirnfett die Eigen-schaft gemein, sich mit Wasser leicht zu einer Milch zuvermischen, und besteht, gleich diesem, aus einem schwe-rer schmelzbaren Fett oder Stearin, fast so hart wie Wachs,und einem Elain von Terpenthin-Consistenz, und beidesind entweder gar nicht verseifbar, oder wenigstens nichtin der Temperatur und Zeit wie gewöhnliches thierischesFett. Es ist wahrscheinlich, dafs dieses Fett mit der Haut-schmiere als Emulsion secernirt wird, gleichwie es mitdem Fett im Ohrenschmalz und im Eigelb der Fall ist.
Die Haut des noch im Mutterleibe befindlichen Fötusist mit einer eigenen salbenartigen Materie bedeckt, diedazu bestimmt ist, die Haut vor der den Fötus umgeben-den Flüssigkeit zu schützen. Beim Menschen wird siegleich nach der Geburt abgewaschen, die Thiere dagegenlecken sie von den geworfenen Jungen ab. Wegen ihrerAehnlichkeit mit frischem Käse pflegt man sie Vernix ca-seosa zu nennen; sie ist weifs, weich und etwas glänzend.Nach einer Untersuchung von Frommherz und Gugertbesteht sie aus einem innigen Gemenge von einem eige-nen, dem Gallenfett ähnlichen Fett und geronnenem Ei-weifs. Aether zieht daraus das Fett aus, welches in glän-zenden Blättern anschiefst, die in kochendem Wasser un-schmelzbar sind und sich nicht verseifen lassen. In ko-chendem Alkohol sind sie löslich. Das in Aether Unlös-liche wird von kaltem Wasser wenig angegriffen ; kochen-des nimmt daraus etwas mit gelber F’arbe auf, und dieseAuflösung ist alkalisch. Die genannten Chemiker haltendiese Materie für Speichelstoff, was wohl, da dieser inkaltem Wasser löslich ist, ganz unrichtig ist. Dagegenkönnte es, in dem vorhandenen Alkali aufgelöst gewese-nes Eiweifs gewesen sein. Die nach dem Kochen mitWasser zurückbleibende Materie wird in der Kälte nicht