Verdauungsprozefs und seine Productc. 251
den Magensaft vorstellt. Sie zieht die letzten Antheile vonungelöstem : Nahrungsstoff aus. Bei den grasfressendenThieren scheint dieser Saft alkalisch zu sein. Aufserdemwerden in dem Blinddarm die Excremente mit einer Mengevon Schleim vermischt und umgeben, zu dessen Bildungder Darm auf seiner einen Seite ein eigenes Organ, einenschmalen Anhang (den wurmförmigen Fortsatz), hat, derim Innern ganz mit Schleimdrüsen besetzt ist.
Nachdem sich die Masse hier etwas aufgehalten hat,findet man in der sie durchtränkenden Flüssigkeit wiederungeronnenes Eiweifs in weit größerer Menge, als in demletzten Theil des dünnen Darms, nebst einer Materie, dievon Chlor wasserstoifsäure geröthet wird, und also nichtdie aus dem Pancreas eingeführte ist, deren Farbe sichvon dieser Säure nicht verändert. Aufserdem sind darinthierische Stoffe enthalten, die durch Chlorzinn, Bleisalzeund Gerbstoff, nicht aber durch Säuren oder Aufkochengefällt werden, und zugleich noch Galle und viele Salze.Inzwischen haben Tie de mann und Ginelin gezeigt, dafsdas Eiweifs und die übrigen, hier von Neuem auftreten-den Materien, auch bei fastenden Thieren in den Flüs-sigkeiten des Blinddarms enthalten sind, weshalb es da-her sehr wahrscheinlich ist, dafs sie nur Bestandteile dervon der Schleimhaut in den Blinddarm ergossenen Flüssig-keit sind.
Nach einigem Verweilen in dem Blinddarm wird dieMasse allmählig durch die dicken Därme in den letzten,den Mastdarm, geführt. Bei diesem Durchgang wird siedichter, trockner, brauner und bestimmter nach Koth rie-chend. In dem Mastdarme sammelt sie sich bis zu einergewissen Menge an, worauf sich dieser zusammenzieht,der Sphincter sich öffnet und der Inhalt sich entleert, denman nun Koth oder Excremente nennt. Während sichdie Masse noch im Mastdarme aufhält, wird noch etwasmehr von der Flüssigkeit daraus aufgenommen, so dafs siebei längerem Aufenthalte darin zuletzt hart und trockenwird.
Während des Digestionsprozesses entwickelt sich im