Gallensteine.
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sich Wasserstoffgas. — Aber einen noch ungewöhnlicherenBeweis dieser starken Verwandtschaft zum Stickstoff gabsein Verhalten zur Salpetersäure, welche vom Erythrogen sozersetzt wurde, dafs sich dasselbe mit dem Stickstoff ver-einigte und der Sauerstoff sich als Gas entwickelte (?).In kalter Salpetersäure löste es sich mit grüner Farbe auf;zwischen —j— 25 0 und 35° fing diese zunehmend an blässerzu werden und verschwand bei ungefähr -j- 37°,5 gänz-lich; dann färbte sich die Flüssigkeit, bei steigender Tem-peratur und unter fortwährendem Aufbrausen von ent-weichendem Sauerstoffgas, purpurroth, was bei -j-62°,5sein Maximum erreichte, worauf das Aufbrausen aufhörteund die Farbe sich nicht weiter änderte. Das Erythrogenwurde überhaupt leicht von Säuren aufgelöst, aber beigelindem Erwärmen von Schwefelsäure und Chlorwasser-stoffsäure verändert, wobei ein Gas mit Aufbrausen ent-wich, und in einen dunkelbraunen festen Körper verwan-delt, der sich, mit Schwefelsäure erhalten, zu Pulver rei-ben liefs, aber von Chlorwasserstoffsäure sich butterweicherhielt. — Von Kali und Natron wurde es selbst beimKochen nicht aufgelöst, verlor aber dabei seine grüneFarbe, und wurde gelb, hart und spröde. — Diese Sub-stanz war zu 4 Procent vom Gewicht der Galle in dersel-ben enthalten.
Gallenconcremente. Ein anderes, bekannteres krank-haftes Verhältnifs bei der Galle besteht darin, dafs sichdaraus unlösliche Stoffe absetzen und Concremente bilden,die unter dem Namen Gallensteine bekannt sind. Amhäufigsten bestehen sie aus Gallenfett und dem Farbstoffder Galle, in verschiedenen Verhältnissen mit einander ge-mengt, und zuweilen bestehen sie aus der einen oder deranderen dieser Substanzen ganz allein. Aufserdem enthal-ten sie nicht selten coagulirten Gallenschleim und sind mitGalle durchtränkt, die nach der Herausnahme der Con-cremente darin eintrocknet. Nach der ungleichen Mengevon Farbstoff und der ungleichen Farbe desselben ist ihreFarbe verschieden, und man findet sie daher weifs, kry-stallinisch, gelb, braun, dunkelgrün. Meistens sind sieIV. 15