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Galle.
mit einem Farbstoff, von gleicher Art mit dem Farbstoffaus der Galle anderer Thiere, der für sich in Wasserwenig löslich ist, in Verbindung mit Gallenstoff aber sichreichlich darin löst. Die Verbindung dieser beiden Stoffeist der unzersetzten Galle so gänzlich gleich, dafs die Ei-genschaften derselben hauptsächlich auf diesen zu beru-hen scheinen. Aufserdem enthält die Galle eine geringeQuantität eines krystallisirenden, durch eine Lösung vonkohlensaurem Kali fällbaren Gallensloffs, der in seinemVerhalten dem in der Fischgalle enthaltenen analog ist,obgleich- er sich von diesem dadurch unterscheidet, dafser schwieriger fällbar ist. Ob die Schlangengalle, wie dieAnalyse mit Schwefelsäure zu beweisen scheint, eine ge-ringe Portion eines analogen Gallenstoffs enthält, wie dieGalle warmblütiger Thiere, der mit Schwefelsäure fällbarund in Gallenzucker und Gallenharz zerlegbar ist, mußich unentschieden lassen, da ich nicht genug von dersel-ben besafs, um die Untersuchung bis zu diesem Punkt zuvervollständigen. Uebrigens enthält sie einen, dem Spei-chelstoff des Menschen ähnlichen Stoff, einen andern,wenn auch in kaltem wenig, doch in siedendem Wasserlöslichen, und in Alkohol unlöslichen Stoff, und endlichEiweifs, fette Säuren, und die in der Galle gewöhnlichvorkommenden Salze. Gallenfett fand ich bei meinen Ver-suchen nicht in derselben, auch keinen solchen Gallen-schleim, wie in der Galle warmblütiger Thiere vorhan-den ist.
Von Fischen hat Gmelin die Galle von Cypri-nus leuciscus, allmrmis (Weifsfisch) und barbus (Barbe),Salmo fario (Forelle) und Esox tucius (Hecht) unter-sucht. Die Fischgalle ist weder sauer noch alkalisch. Diedarin enthaltenen löslichen Salze bestehen hauptsächlich ausschwefelsaurem Natron und schwefelsaurem Kalk, nebsteiner Spur von Ammoniak. Aufserdem hinterläfst dieseGalle nach dem Verbrennen phosphorsaure Kalkerde, mitviel kohlensaurer Kalkerde und Talkerde gemengt. Inder Hechtgalle scheint auch schwefelsaure Talkerde vor-zukommen.