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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
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Galle.

sengalle der Rajia teinporaria höchstens ein Fnar Tro-pfen betrage, blafs grüngelb, durchsichtig mul dünnflüssigsei, sülslich und bedeutend weniger bitter als die Fisch-galle schmecke. Sie wird von Kalilösung getrübt, womitinan sie vermischt, und verwandelt sich in eine durch-scheinende flockige Masse von hellgelber grünlicher Farbe.

Die Gallenblase der Coluher na tri sc enthielt, als sieganz gel'üllL war, ein Gramm Galle. Sie war lebhaft gras-grün, durchsichtig und dünnflüssig. Es wurden folgendeIteaclionen mit ihr erhalten. Concentrirte Salzsäure, inUeberschufs zugesetzt, gab eine blafs braune Flüssigkeit,welche nach i'i Stunden ein hellbraunes Pulver abgesetztund eine blässere Farbe angenommen hatte. Salpetersäuregab das gewöhnliche Farbenspiel, ohne sie zu trüben. Mä-ßig concentrirte Essigsäure färbte die Galle smaragdgrün,und trübte sie schwach. Das Trübende setzte sich all-mählig in Gestalt eines hellgelben Pulvers ab. Kali gabder Galle eine olivengrüne Farbe, und schlug blals oliven-grüne Klumpen nieder.

Diesen Angaben will ich noch einen Bericht hinzuiü-gen über einige nicht (juantitative analytische Versuche,welche ich Gelegenheit gehabt habe, mit der Galle derSchlange Python amethysLinus *) anzustellen. Diese Galleist dunkelgrün, ins Gelbe fallend, und hinteiiäfst, nachgelinder Verdunstung, eine eben so gefärbte, durchsich-tige, weiche, aber nicht klebrige Masse, die sich vollkom-men wieder in Wasser löst. Ich unternahm diese Analyseauf zwei Weisen, theils mit Schwefelsäure und theils mitessigsaurem Bleioxyd.

A. Analyse mit essigsaurem Blei. Die extracLahn-liclie Masse wurde mit Weingeist von 0,84 übergossen,

*) Ein selir .grofses Exemplar dieser Schlange, welches aus Ben-galen angekommen war, und für Geld .sollle sehen gelassenwerden. ' Dn.s Thier wurde in der Nachbarschaft von Stock-holm durch einen unglücklichen Zufall getodtet und kur/: dar-auf dem na tu i historischen Museum überlassen. Seine Gallenbia se enthielt sehr viele Galle; doch ging die meiste verlo-ren, ehe man daran dachte, sie zu einer Untersuchung auf-zuheben.