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Galle.
lenharz, leicht und vollständig durch Säuren, selbst Essig-säure, fällbar. Derselbe fand in der Galle verschiedenerVögel, z. B. bei Hühnern, Truthähnen und Enten, vielEiweils, den darin enthaltenen Gallenzucker nicht siifs,sondern scharf und bitter, und Bleizucker schlug aus sol-cher Galle keine fette Materie (Harz) nieder.
Ginelin und Tiedemann fanden die Galle von Vö-geln zuweilen sehr ungleich bei verschiedenen Individuenderselben Species. Sie war bald blaugrün, bald smaragd-grün, und zuweilen hatte sie die Nuance von Grünspahn.Sie konnte besonders bei Hühnern und Gänsen in langeFäden gezogen werden, und enthielt grofse Schleimklum-pen. Bei einem Falken dagegen war sie dünnflüssig, ent-hielt wenig Schleiin und hinterliefs nur 1,9 Procent Rück-stand.
Die Gänsegalle unterwarfen sie einer ausführlichengleichen Analyse, wie die Ochsengalle. Nach Eintrock-nung der Galle liefs Alkohol Schleim und SpeichelstofF un-gelöst zurück. — Nach Verdunstung der Alkohol-Lösungund Behandlung des Rückstandes mit Aether, wurde eineAuflösung von einer harzartigen Materie erhalten, dieschwach Lackmuspapier röthete und fette Säuren eingc-menat zu enthalten schien. — Der mit Aether behandelte
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Rückstand wurde in Wasser gelöst; die Auflösung trübtesich nicht durch neutrales essigsaures Bleioxyd, und wurdedaher mit basischem vermischt, weiches einen starken,braungelben, zusammenhängenden Niederschlag bewirkte.
Die niedergeschlagene und durch Schwefelwasserstoffvom Bleioxyd befreite Flüssigkeit gab beim VerdunstenGallenzucker, der süß, aber von eingemengten Salzen zu-gleich salzig schmeckte.
Der Niederschlag wurde ebenfalls durch Schwefelwas-serstoffgas zersetzt und dann filtrirt. Die wäfsrige Auflö-sung gab nach dem Verdunsten eine extractartige Masse,welche sich nicht vollständig in kaltem Wasser auflöste,wohl aber fast vollständig in kochendheißem. Aus der er-kalteten Auflösung setzte sich ein schmutzig weifses Pul-ver ab, das eine eigene thierisehe Materie zu sein schien;