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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
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Pancreas und seine Flüssigkeit.

löslichen war der, welcher beim Verdunsten die unlös-lichen Häute bildet, in reichlicherer Menge vorhanden,als der sich unverändert erhaltende. Die mittlere Portionder eingesammelien Flüssigkeit gab bei der Analyse fol-gende procentische Resultate:

Im Alkohol lösliche Stoffe .... 1,51

Nur in Wasser lösliche Stoffe . . . 0,28

Geronnenes Eiweifs.2,24

Wasser.90,35

100,38.

Die pancreatische Flüssigkeit vom Pferde wurde er-halten, indem ein Pferd, welches kurz vorher viel Haferverzehrt hatte, getödtet wurde. Das Pancreas wurde auf-gesucht, der Ausführungsgang unterbunden, mit dem Mes-ser geöffnet, und die in der Drüse enthaltene Flüssigkeitausgedrückt und aufgesammelt. Sie war etwas gelb, klar,kaum opalisirend, schleimig, und liels sich wie dünnesEiweifs in Fäden ziehen. Sie röthete schwach, aber un-verkennbar Lackmustinctur. Sie gerann, selbst nach demVerdünnen mit Wasser, durch Kochen, und erwies sichvollkommen analog mit der vorhergehenden.

Aus diesen Versuchen schließen Tiedemann undGmelin, dafs man Speichel und die Flüssigkeit aus demPancreas nicht für gleichartige Flüssigkeiten ansehen könne.In der letzteren fanden sie aufserdem nicht die geringsteSpur einer Schvvefelcyan-Verbindung. Die Menge der Salzein dieser Flüssigkeit betreffend, nehmen sie an, dafs 100Th. getrockneter Piiickstand von der des Hundes 8,28 Th.unverbrennliche Salze, von der des Schaafes dagegen 27,7Th. geben. Diese Salze waren meist kohlensaures Natron,wenig Kali, in der Flüssigkeit hauptsächlich verbunden mitMilchsäure; seine Menge w r ar grölser beim Hund als beimSchaaf; viel Kochsalz, wenig phosphorsaures Alkali beimHund, viel beim Schaafe und bei beiden wenig schwefel-saures Alkali. Der in Wasser unlösliche Theil der Aschebesteht meist aus phosphorsaurem, mit ein wenig kohlen-saurem Kalk.

Leure t und Lassaigne haben die pancreatische Fliis-