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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
Seite
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154 Speiche!.

aus dem Ausführungsgang der am Ohre gelegenen Drüse(Parotis j, der geöffnet und in eine Flasche geleitet wurde,in der sich ungefähr 10 Gramm etwas unklarer, blafsgel-ber, schleimiger und ungefähr wie Eiweifs in Fäden ziehba-rer Speichel sammelten, gemengt mit einigen Flocken vomSchleim des Ausführungsganges. Er hinterlieis 2,58 Proc.fester Bestandtheile, einen durchsichtigen blalsgelben Eirnifsauf dem Abdampfungsgefäfse bildend, der in der Luft feuchtwurde. Alkohol zog daraus hauptsächlich Chlornatriumaus, und diese Auflösung gab beim Verdunsten fast reineKochsalzkrystalle, nur an den Rändern mit Spuren einergelblichen Substanz umgeben, die hauptsächlich aus milch-saurem Natron mit unbedeutenden Spuren von Fleischex-tract bestand. Unter den von Alkohol aufgelösten Stoffenliefs sich nicht mit Sicherheit Schwefelcyan entdecken, undes zeigte sich nur eine Spur seiner Reaction mit Eisenoxyd-salzen.

Der in Alkohol unlösliche Theil enthielt Speichelstoff,verbunden mit Natron; seine Reactionen stimmten ganzmit den von Gmelin beim menschlichen Speichelstoff ge-fundenen überein; ferner phosphorsaures Kali und Natronund etwas phosphorsaure Kalkerde.

c) Speichel vom Schaaf. Eben so erhalten, wieder vom Hunde. Die Flasche wurde mit einer besonderenBandage fest gebunden, und so wurden in 14-1 Stunde70 Gramm Speichel gesammelt. Er war von Blut etwasgerölhet, dessen färbender Bestandtheil sich jedoch in derRuhe absetzte. Der geklärte Speichel war dünnflüssig, liefssich nicht in Fäden ziehen, hatte einen schwachen Salz-geschmack, und stellte die blaue Farbe von gerötheterLa ckmuslinctur wieder her. Er hinterliefs nach dem Ein-trocknen 1,68 Procent fester Stoffe, eine dicke, weifse,in der Luft wenig feucht werdende Haut bildend. Siewurde mit Alkohol ausgezogen, und die Auflösung gabbeim Verdunsten octaedrische Krystalle von Kochsalz, die'in der Luft halb zerflossen. Die Auflösung reagirte mitEisenchlorid sehr stark auf die Gegenwart einer Schwe-felcyanverbindung. Der in Alkohol unlösliche Theil trat,