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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
Seite
152
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152 Speichel.

Stoff roch beim Verbrennen wie gebranntes Brod, undhinterliefs nach völliger Verbrennung eine aus viel plios-phorsaurem und wenig schwefelsaurem und kohlensauremAlkali bestehende Asche. Die Ursache dieser Verschieden-heiten in den Eigenschaften des Speichelstoffs kann ichnicht ganz einsehen. Bei der zur Isolirung des Speichel-stoffs angewandten analytischen Methode war zwischen denbeiden Versuchen der Unterschied, dafs bei meinem dasfreie Alkali des Speichels mit Essigsäure neutralisirt, dieMasse darauf eingetrocknet, das essigsaure Alkali mit Al-kohol, und der Speichelstoff dann mit Wasser ausgezogenwurde. Diefs geschah nicht bei Tiedemanns und Gme-lins Versuchen, wo folglich die Auflösung des Speichel-stoffs, zugleich neben dem freien oder kohlensaurem Al-kali, alles dasjenige enthielt, was durch seine Gegenwartvon dem im Wasser an sich selbst unlöslichen Schleimaufgelöst werden konnte. Der Unterschied in der Farbeliegt deutlich in der Einwirkung einer höheren Temperatur,vielleicht in einer, unter Mitwirkung des Alkalis längerfortgesetzten analytischen Behandlung, wodurch der an sichselbst ungefärbte Stoff gelb oder braun wurde, wie es sichmit organischen Stoffen ganz gewöhnlich ereignet.

2) Sie landen ferner, dafs, nach Behandlung des ein-getrockneten Speichels mit kochendem Alkohol und Wie-derauflösung des so gewonnenen Extracts, hellbraune Flok-ken ungelöst blieben, die nach dem Trocknen ein butter-artiges Fett bildeten, welches in der Wärme leicht schmolz,sich in Alkohol klar auflöste, Lackmus nicht röthete, inoffener Luft mit Flamme und Fettgeruch verbrannte, abereine mit Phosphorsäure durchtränkte Kohle hinterliefs,welche nach der Verbrennung mit Salpeter ein phosphor-säurehaltiges Alkali gab *).

*) Gmelin und Tiedemann äufsern hierüber:Dieses phos-phorhallige Fett wurde im Speichel einer andern Ferson, dienicht Taback rauchte, gefunden. Sollte wohl dieses Fettimmer im Speichel Vorkommen und vielleicht an dem Phos-phorgeruch Anlheil haben, deu man an dem Athern mancherMenschen bemerkt ?* 1