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Lymphe und Saugadern.
ihrer aufgelösten Stoffe, sondern auch Wasser in entge-gengesetzter Richtung gehen, die concentrirtere verdünnenund ihr Niveau erhöhen. Dieses Phänomen findet statt,nicht allein wenn feuchte thierische Häute die Zwischen-lage zwischen den ungleichartigen mit einander vermisch-baren Flüssigkeiten ausmachen, sondern auch, wenn dieZwischenlage aus einem dünnen, porösen, unorganischenKörper besteht, der Dichtigkeit genug hat, die wachsendeSäule der concentrirteren Flüssigkeit zu tragen, wie z. B.dünne Blätter von Thonschiefer u. dergl., und das Ver-mögen, diese Erscheinung hervorzubringen, besitzen über-haupt alle Körper, die in sehr feinen Poren eine Flüssig-keit einsaugen und zurückhalten können. Poisson hateine mathematische Erklärung gegeben, welche die Ur-sache der Erscheinung darthut, und die im Ganzen einevon Gustav Magnus schon vor Poisson gegebene An-sicht bestätigt: dafs nämlich die Attraction zwischen denTheilchen einer Salzlösung zusammengesetzt ist aus den ge-genseitigen Attractionen des Wassers und des Salzes, undaus der Attraction zwischen ihren eignen kleinsten Theil-chen für sich. Diese vereinigte Attraction ist gröfser alsdie der Wasserpartikeln unter sich, woraus folgt, dafs dasWasser durch die Zwischenräume der Blase oder eineszwischengelegten porösen Körpers um so leichter gehenmuß, je weniger fremde Körper es in Auflösung enthält.Wenn aber die Blase zwei Lösungen in Wasser (oder eineAuflösung in Wasser von reinem Wasser) trennt, in wel-chen beiden die Attraction zwischen den Theilen ungleichstark ist, und welche Flüssigkeiten außerdem eine gegen-seitige Attraction zu einander und gemeinschaftlich zu denPoren der Blase haben, so folgt daraus, dafs jene mit einerungleich starken Kraft in letztere eingezogen, und folglichim Verhältnifs dazu mehr von der einen Seite als von deranderen eingezogen werden müssen, worauf dagegen dieFlüssigkeit auf der entgegengesetzten Seite der Blase diein die Blase eingedrungene anzieht und sich mit ihr ver-mischt. Dadurch entstehen durch die Blase zwei entge-gengesetzte Ströme, von denen der dünnste, oder der der
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