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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
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Thicrische Wärme.

leben, jedoch hat man gefunden, dafs bei der Tempera-tur des Mediums, worin ihre Lebenserscheinungen sichmit der gröfsten Lebhaftigkeit äufsern, eine etwas höhereTemperatur als die des Mediums entsteht. Broussonetfand, dafs bei kleinen Fischen die Temperatur -I bis-J° hö-her als im Wasser, bei einem Aal |°, und bei einemKarpfen 1° höher war. Despretz fand die Temperaturbei zwei Karpfen 11,69, und bei zwei Schleien 11,54, wäh-rend das Wasser, worin sie lebten, nur 10,83 hatte; da-durch leiden die kaltblütigen Thiere mehr durch ungewöhn-lichen Temperaturwechsel des Mediums. Nach Brousso-net wurden Fische, in Wasser von -j-14° lebend, als diesesWasser so langsam erwärmt wurde, dafs es 5f-° in derStunde an Wärme zunahm, durch diesen Temperaturwechselbei einer Wärme getödtet, die sie im Sommer ertragen.Im Allgemeinen ist -f-28 bis 30° die Temperatur, wobei dieFische der gemäfsigten Zonen sterben. Nimmt die Tem-peratur ab, und nähert sich sehr dem Gefrierpunkt desWassers, so vermindern sich die Lebenserscheinungen, kom-men aber mit einer erhöhten Temperatur wieder. Mangibt an, dafs Fische in strenger Kälte, z. ß. bei 25 bis30°, herausgenommen und in Schnee gelegt, so dafs sieschnell gefrieren, durch und durch zu Eis erstarren, undbeim Wiederaufthauen im kalten Wasser wieder ins Le-ben kommen können. Dafs verschiedene Insekten undLarven von Weichthieren während des Winters durch unddurch gefrieren, und im Frühling wieder ins Leben kom-men, ist bekannt.

5. Die Lymphe und die Saugadern.

Ich habe angeführt, dafs die Arterien theils mit En-den, welche gefärbtes Blut führen und unmittelbar in dieVenen übergehen, theils mit noch feineren Verzweigun-gen endigen, die nur ungefärbte Flüssigkeiten führen, undaus welchen die Reproduction der verbrauchten Tbeile desKörpers vor sich geht. Es läfst sich vermuthen, dafs derVerlauf dieser Reproduction ungefähr folgender sei: dielebenden festen Thierstoffe, indem sie ihre Verrichtungen