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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
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101
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Die Lungen und das Allnncn. 101

Einfluß des Sauerstoffgases auf den eiternden Tlieil derLunge die Fortschritte der Krankheit beschleunigt.

b) In Stick gas kann ein Thier eine gewisse kurzeZeit athmen; das Gas scheint dabei keinen Einfluß aus-zuüben, aber da es kein Sauerstoffgas ist, und die da-durch bewirkte Veränderung des Blutes beim Athmen fürdie Fortdauer des Lebens so nothwendig ist, so stirbt dasThier mit venösem Blut in der linken Herzkammer, so-bald die Portion Sauerstoff, welche sich in der in denLungen eingeschlossenen Luft befand, theils durch dasStickgas weggeführt, theils in Kohlensäure verwandelt ist.

cj In Wassers toffgas ist das Verhalten ganz das-selbe, aber da das Wasserstoffgas den Stickgasgehalt desBlutes austreibt und an dessen Stelle tritt, so scheineneinige, dem Wasserstoffgas eigenthümliche Wirkungen zuentstehen. Sie sind jedoch nicht beim Einathmen von rei-nem Wasserstoffgas bemerkbar, da Erstickung eintritt, ehesicli die Wirkungen zeigen. Als Allen und Pepys Meer-schweinchen in einer Atmosphäre von 4 Th. Wasserstoff-gas und 1 TI). Sauerstoffgas athmen ließen, wurden dieThiere bald schläfrig und verfielen in Schlaf, ohne dafsaber sonst ein Krankheitssymptom statt fand. Bei einemin Stockholm von Herrn Carl von Wetterstedt ange-stellten Versuche, ein zwanzigjähriges lungensüchtiges Mäd-chen einmal des Tages eine Viertelstunde lang ein Ge-menge von 1 Th. Sauerstoffgas und 4 Th. Wasserstoffgaseinathmen zu lassen, ereignete es sich fast jedesmal, daßdie Kranke, welche sonst Mangel an Schlaf hatte, schläf-rig wurde, und in einen ruhigen Schlaf verfiel, ohne daßaber im Uebrigen eine Aenderung im Gange der Krank-heit eintrat. — Wenn ein Mensch einige Athemzüge Was-serstoffgas einathinet und sprechend wieder ausathmet,so bekommt er dadurch eine veränderte Stimme, weil dasWasserstoffgas viel lei einer beweglich ist als atmosphä-rische Luft.

d) Stickoxydulgas; seine berauschenden Wirkun-gen sind bekannt; es war davon schon Th. I. pag. 491.die llede, und ich halte es nicht für nüLhig, sie hier zu

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