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Die Lungen und das Athmen.
doppelten Endzweck erfüllte, dafs die Veränderungen derLuft beim Athmen qualitativ und quantitativ bestimmt undzugleich der Wärmeverlust des Thieres geschätzt werdenkonnte. Dabei fand Dulong, dafs alle die Thiere, mitdenen Versuche angestellt wurden, nämlich Hund, Katze,Cavian (einem kleinen zu den Glires gehörenden Thiere),Meerschwein, Kaninchen, Sperber und Taube, aus derLuft mehr Sauerstoffgas aufnahmen, als sie in Kohlensäu-regas verwandelten. Bei den pflanzenfressenden Thierenging diese Sauerstoff-Absorption, nach einer Mittelzahl,bis von der Menge, welche in Kohlensäuregas umge-wandelt wurde; bei den fleischfressenden dagegen betrugdie geringste Menge absorbirten Sauerstoffgases .t, und diehöchste ~ von der in Kohlensäure verwandelten Quanti-tät Sauerstoffgas.
Aehnliche Versuche wurden kurz nachher und, wiees scheint, mit gleicher Genauigkeit von Despretz ange-stellt. Seine Resultate stimmen mit denen von Dulongüberein. Bei der thierischen Wärme werde ich einigesNähere von diesen Versuchen angeben. Die Entwicke-lung von Stickgas aus dem Blut beim Athmen scheint,nach der Angabe von Despretz, ganz aufser Zweifel ge-setzt zu sein, und er fand, dafs pflanzenfressende Thieremehr Stickgas abgeben, als fleischfressende. Auch Du-long hatte diese Entwickelung von Stickgas bei den Ver-suchen bemerkt, hielt sie aber nicht für völlig entschie-den. Sowohl er als Despretz halten es für möglich,dafs das beim Athmen verschwindende Sauerstoffgas sich,wie es Lavoisier vermuthete, mit Wasserstoff vereinigeund eine Portion von dem mit der ausgeatlnneten Luftabdunstenden Wasser erzeuge. Diefs würde voraussetzen,dafs das Blut der fleischfressenden Thiere eine wasser-stoffhaltigere Kohlenstoff- Verbindung zu oxydiren habe,als das der pflanzenfressenden.
Die Ver änderung des Blutes ist hierbei nichtweiter gekannt, als was sich aus der Veränderung derLuft vermuthen läfst. Alle feuchte organische Substanzenhaben die Eigenschaft, in Berührung mit der Luft einen