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meinem Bruder, bas Unglück meiner Louise, zogen mich mitGewalt — gegen meinen Willen selbst, zurück in mein Vater-land.
Lath. Und was können Sie nun wollen? Denken Sieuns scheiden zu lasten?
Morseld. Ich verweile in der Nähe; ich höre nicht nurvon dem Kummer Ihrer Frau, ich höre, daß sie gcmißhandeltwird; man erzählt mir die schreckliche Lage Ihrer Tochter — ichlaste mir die Adresse an Sie geben — nehme einen andern Na-men an — wohne in Ihrem Hause mit dem Entschluß — dießWeib noch in ihren Kindern zu beglücken, oder sie und mich anIhnen zu rächen.
Rath. Zn rächen? Nun denn so gehen wir zur Sache.
Morse Id. Wir waren daran — als dieß vortreffliche Weib
— zu Ihnen sich hinstellte und sprach: — „Hier ist meine Stelle
— Ich will keinen Beistand." Ich gehorchte und ging. — Seit-dem habe ich meinen Bruder gesehen — sanfte Gefühle haben dieRache entwaffnet — ruhig, friedlich und traurig komme ich jetztzu Ihnen.
tlath. Was wollen Sie? Kann ich dafür, daß Sic dieCapricc fassen, um einer Frau willen in der Welt herum zu irren?War nicht die fünf und zwanzig Jahre meiner Ehe Ihr Andenkenbei meiner Frau eben so gut mein Nebenbuhler, als ob Sie selbstda gewesen wären? Und was wollen Sie jetzt? Durch Thränenreizen? — durch Mitleid?
Morse ld. Nein, mein Herr.
Uath. Auf den Ruinen meines Glücks Sich meinerFrau gegenüber stellen, mich verlachen — dann meine Fraumit der Gnade der alten Liebe trösten, und in den Ehorgegen mich mit einstimmen? Das wollen Sie. Aber ich bin