3a kol>e. Ach denken Sie nur — der Herr Amtmannsind es.
Kommissär (beide Hände in die Seite stemmend). Was?
Jakobe. Ich habe ihn bisher immer menagirt.
Lommissär. Amtmann Riemen?
Jakobe. Ja.
Kommissär. Der hier im Hause ist?
Jakobe. Ich habe seine eigenen Briefe —
Lommissär. Der christliche Amtmann? Der Großlhuer,Honettelätskrämer, der steinreiche, steinharte Amtmann ist derVater? Benfelds Vater?
Jakobe. Ja, liebwerther Herr Kommissarius, ja, er ist es.
Kommissär (geht ein paarmal auf und ab). Lasten Sie Ben-seiden rufen.
Jakobe. War ja schon zweimai vergeblich bei ihm, habeihn gesucht —
Lommissär. Lassen Sie ihn rufen. (Er gibt ihr Geld.)Da — nehmen Sie eine Postchaise, und fahren Sie Kurier in derStadt herum, bis Sie ihn mitbringen.
Jakobe. Aber die Ehre meiner Familie —
LommIssä r. Und das haben Sie verschweigen können?
Jakobe. Das Christenthum gebietet —
Kommissär. Ei wasl Das Christenthum will nicht ha-ben, daß man das Menschenthum bei Seite setzt.
Jakobe. Ich hätte länger geschwiegen — aber —
Kommissär. Ich schweige keine drei Minuten mehr.
Jakobe. Aber er hat mich heute beleidigt, der Herr Amt-mann, und hat mich so erzürnt, daß ichs nicht länger verschweigenkann.
Lommissär. Also aus christlicher Rachgierde?